Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2019
Und die Demokratie lebt doch!
Schülerstreiks, Bienen-Volksbegehren, Frauenrechte
Der Inhalt:

Leserbriefe

Möglichst viel Gutes

Zu: »Helfen nach Zahlen« und »Solche Hilfe beseitigt das Elend nicht, sie verstetigt es«
(3/19, Seite 38-42)

Vielen Dank für den Artikel zum Effektiven Altruismus. Vor allem der Einsatz der vorgestellten Persönlichkeiten hat mich sehr beeindruckt. Die Welt wäre eine andere, gäbe es mehr Leute wie sie. Umso verwunderlicher das Interview mit Herrn Gebauer, das einen sehr despektierlichen Unterton aufweist. Was bitte ist falsch daran, wenn diese zumeist jungen Leute zuerst bei ihrem eigenen Lebensstil ansetzen, die Welt zum Besseren zu verändern? Was bitte ist falsch daran, dass sie bei der Berufswahl das Gemeinwohl vor ihre eigenen Interessen stellen? Was gibt es daran zu kritisieren, dass sie einen bedeutenden Teil ihres Einkommens zur Verbesserung der Welt und zur Minderung des Leides einsetzen? Und was ist bitte falsch daran, dass man mit dem gespendeten Geld möglichst viel Gutes bewirken will? Lukas Mitterauer, A-Wien

Thomas Gebauer, Sprecher von Medico International, wendet sich gegen die »Effektiven Altruisten«, weil diese bei ihrer Hilfe nicht nach den Ursachen des Übels fragen. Da müsste er viele Hilfsorganisationen in seine Kritik einbeziehen, zum Beispiel auch die SOS-Kinderdörfer oder die Christoffel-Blindenmission. Günter Sternal, Bruchköbel

Einen großen Respekt empfinde ich gegenüber jungen Menschen, die einen Teil ihres Einkommens für soziale Projekte spenden. Selbstverständlich ist es sinnvoll, Spendengelder so einzusetzen, dass sie sich als wirkungsvoll erweisen. Doch wenn ich den Namen Peter Singer höre, werde ich hellhörig. Singer postulierte das Recht, behinderte Neugeborene töten zu dürfen. In einer humanen Gesellschaft steht jedem Hilfe zu, unabhängig von ihrer Effizienz. Effiziente Hilfe mit dem Ziel, das größte mögliche Glück möglichst vieler Menschen zu verwirklichen, lässt den Nächsten in seiner konkreten Not ertrinken, wie das Kind, das gerade in den Teich gefallen ist. Eine glückliche Gesellschaft, die das Leid des Nächsten aus Effizienz-Kalkülen außer Acht lässt, ist letztlich nichts anderes als eine

Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter.

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für "Publik-Forum"-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen