Ungerechte Steuern?
Als Zeichen des Protests gegen neue israelische Steuergesetze, die die Kirchen viel Geld kosten würden, wurde die Jerusalemer Grabeskirche für drei Tage geschlossen. Nun stellte Israels Ministerpräsident Netanjahu die Steuerforderungen für die Dauer der Gespräche ein. Verhandelt wird eine Steuerpflicht für kirchliche Einrichtungen wie Schulen, Cafés und Krankenhäuser. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat berechnete die kirchlichen Schulden auf 150 Millionen Euro. Für Kirchen, Synagogen und Moscheen, die Gotteshäuser selbst also, gelte weiterhin eine Befreiung von städtischen Gebühren. Die Kirchen sehen darin eine »systematische, beleidigende Kampagne« gegen die Christen des Landes, die zudem ihrer historischen Stellung widerspräche.
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