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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2016
Gott suchen in Auschwitz?
Eine Begegnung mit Überlebenden
Der Inhalt:

»Männergottesdienste funktionieren nicht«

Der Männerpfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Markus Herb, findet kirchliche Angebote wenig männerfreundlich. Man müsse zu speziellen Veranstaltungen einladen, wie Männerpilgern, Bogenschießen und Vater-Kind-Events. »Was nicht funktioniert, sind reine Männergottesdienste«, sagte er dem Evangelischen Pressedienst. Männer hätten Angst, »dass es ein Zeichen von Schwäche ist, in die Kirche zu gehen«. Außerdem gäbe es »in den meisten kirchlichen Veranstaltungen kein Bier«. Er räumt ein, dass klassische Männerrollen einengen können. Im Dienst der Gendertheorie, die solche Rollen als soziale Konstruktion versteht, versteht er sich dennoch nicht: »Wo Gender draufsteht, sind Frauen drin.« Gleichstellung werde nur »auf die Frau bezogen«. Die evangelische Kirche sieht er als eine »männerdominierte Frauenkirche«. Herb geht es daher »um Männerbefreiung«. Dazu gehöre, dass »Männer auf der Kanzel als Männer erlebbar sind«. Auch Netzwerke seien ein Erfolgsrezept: »Die Männerwirklichkeit verbindet viel mehr, als theologische Differenzen trennen könnten.« Markus Herb gibt das Amt als Männerpfarrer ab und beginnt im Juli als Militärpfarrer in Ulm.

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