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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2016
Gott suchen in Auschwitz?
Eine Begegnung mit Überlebenden
Der Inhalt:

DAS LEIB-UND-SEELE-GESPRÄCH: »Der Geist ist in mir drin«

Laura Schneider hätte ein Star sein können. Doch stattdessen ging sie auf die Suche nach dem ganz Anderen. Heute lehrt sie Yoga und veganes Leben – und spielt in der Fernsehserie »Um Himmels Willen«

Publik-Forum: Wir dachten, Ihre Fernsehkarriere sei vorbei. Nun stehen Sie wieder vor der Kamera, als Schwiegertochter von Fritz Wepper in der Serie »Um Himmels Willen«. Wie kommt’s?

Laura Schneider: Ich war vor 15 Jahren beim Pilotfilm dabei – als Hochschwangere, die im Kloster entbindet. In den späteren Staffeln tauchte die Schwiegertochter des Bürgermeisters immer mal wieder auf. Und jetzt eben ein bisschen öfter, mit mittlerweile zwei Kindern. Wir bringen Familienleben in die Serie.

Eigentlich ist es eine Nonnen-Serie. Nonnen weihen ihr Leben Gott, dem Gebet und dem Dienst an den Menschen. Nichts für Sie, oder?

Schneider: Wer auch immer Gott sein mag: Ich spüre schon eine Verbindung zu etwas Höherem, zu etwas Größerem. Und wenn wir von Beten sprechen: Das tue ich auch. Die Frage ist immer: Wohin gibst du dich, wenn du selbst nicht mehr kannst? Das hat wahrscheinlich jeder schon mal in Krisen erfahren. Dieses Gefühl: Ich kann nicht mehr, ich bitte um Hilfe. Diese Hingabe an etwas Größeres. Meine Erfahrung ist: Dir wird immer geholfen.

Ist dieses Größere für Sie definiert?

Schneider: Ich würde dem keine Form geben. Ich brauche keinen Altar. Ich sehe Gott in der Natur. Und da ich als Mensch auch ein Stück Natur bin, kann ich Gott überall sehen, wenn ich wachsam bin.

Sie gehen also nicht in die Kirche, sondern umarmen Bäume?

Schneider: Hab ich noch nicht gemacht. Barfußlaufen auf einer Wiese – das reicht mir schon, um mich mit der Natur zu verbinden. Und wenn ich eine schöne Blume