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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2011
Kein Gott, nirgends?
Stephen Hawkings Theo-Physik
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 29.04.2011

Michel Martelly, Popsänger und Präsidentschaftskandidat, kann laut einer Meinungsumfrage bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Haiti am 20. März mit einem Sieg über die Profipolitikerin Mirlande Manigat rechnen. »Sweet Mickey« erhielt 60,3 Prozent Zustimmung, Manigat 38,9 Prozent. Er gehört der von jungen Leuten und Kleinstbauern bevorzugten Partei Repons Peyizan an. Der international berühmteste Haitianer, Rap-Sänger Wycliff Jean, ruft öffentlich zur Wahl seines Musikerkollegen auf. Nach Bekanntwerden des gefälschten Wahlergebnisses aus dem ersten Wahlgang im Dezember hatten mehrtägige Unruhen mit Toten und zahlreichen Verletzten Haiti für vier Tage lahmgelegt. Die Wahlfälscher hatten versucht, Martelly aus dem Rennen zu werfen.

Joseph Coutts,Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz in Pakistan, hat der Regierung des Landes vorgeworfen, dass sie offenbar nicht in der Lage sei, den religiösen Fundamentalismus in die Schranken zu weisen. Anlass ist der Mord an dem pakistanischen Minister für religiöse Minderheiten, Shahbaz Bhatti. Der 42-jährige Katholik, einziger Christ im Kabinett, war von bewaffneten Männern auf offener Straße erschossen worden. Bhatti hatte sich für die zum Tod verurteilte Christin Asia Bibi und eine Reform des umstrittenen Blasphemiegesetzes eingesetzt. Der Minister hatte bereits zahlreiche Todesdrohungen erhalten.

Petra Bahr, Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat die Kritik des Münchner Theologen Friedrich Wilhelm Graf am Zustand der evangelischen Kirche zurückgewiesen. An den theologischen Fakultäten werde zwar über die Lage der Kirche hergezogen, man fühle sich aber für nichts verantwortlich. Mit dem »hohen Ton der Besserwisserei« werde dort »über die Mittelmäßigen, die Idioten und die machtorientierten Funktionäre« gelästert, schreibt sie. Mehr Aufmerksamkeit verdiene allerdings die von Graf beklagte »Feminisierung des geistlichen Amtes« in der evangelischen Kirche. Graf beklagt in seinem neuen Buch »Kirchendämmerung« unter anderem Sprachlosigkeit, Bildungsferne, Moralismus, Demokratievergessenheit, Selbst

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