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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2020
Mahlzeit!
Mikroplastik – die allgegenwärtige Gefahr
Der Inhalt:

Schafft Gott Neues?

von Markus Dobstadt vom 28.02.2020
Vorgespräch: Ein Kongress in München debattiert über neue Wege zu Gott. Fragen dazu an Claudia Pfrang von der Stiftung Bildungszentrum, die ihn vorbereitet

Publik-Forum: Frau Pfrang, Sie laden zum Kongress »Gott.neu.denken« mit Vorträgen und Debatten ein. Warum?

Claudia Pfrang: Viele Menschen suchen nach Spiritualität und Gott, doch darin, wie die Kirchen von Gott sprechen, finden sie sich nicht wieder. Den Glauben an einen personalen Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, teilen viele nicht mehr.

Wie könnte man Gott denn neu denken?

Pfrang: Wir fragen: Ist der Glaube an einen ewig in sich ruhenden, allmächtigen Gott heute noch zeitgemäß? Manche sagen, Gott ist in allem, in der Natur etwa, er steht in Beziehung zu allem, verändert sich auch selbst. Auch die ökologische Krise wirft Fragen auf. In welcher Beziehung steht Gott zur Schöpfung? Kann er mit uns Neues schaffen?

Als Retter vor der Klimakatastrophe?

Pfrang: Sicher nicht als Deus ex Machina, der die Ökokrise beendet. Aber wenn Gott mit allem in Beziehung steht und die Menschen zum Guten bewegen will, vielleicht kann er sie dazu bringen, sich radikaler zu verändern und Potenziale freizusetzen?

Was ist der Anlass für den Kongress? Die Krise der Kirchen?

Pfrang: Wir debattieren über das Thema »Gott neu denken« bereits seit vier Jahren in einer interdisziplinären Vortragsreihe mit Theologen, Naturwissenschaftlern, Soziologen, Psychologen und Philosophen. Jetzt wollen wir alle zusammenbringen.

Was können Naturwissenschaftler und Psychologen in die Debatte einbringen?

Pfrang: Wenn wir heute plausibel von Gott reden wollen, dann darf das nicht konträr zu deren Erkenntnissen stehen. Die Frage ist etwa, was bedeutet das Wissen der Naturwissenschaft vom Beginn der Welt für die Rede vom Schöpfer? Oder was ist eigentlich eine religiöse Erfahrung?

An wen richtet sich der Kongress?

Pfrang: An alle kritischen Zeitgenossen und an Suchende, die über den Glauben gemeinsam mit anderen reflektieren wollen. Wir haben gemerkt, wie wichtig es vielen Gläubigen ist, frei über Gott nachdenken zu können. Das bringt sie auch nicht von Gott weg. Eher im Gegenteil.

Wieso muss man Gott neu denken? Es geht doch vor allem um Glauben?

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