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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2018
Gott und die Frauen
Das Erbe der Feministischen Theologie
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 23.02.2018

Christoph Schönborn, Kardinal von Wien und Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, und der Salzburger Erzbischof Franz Lackner haben den emeritierten Salzburger Weihbischof Andreas Laun öffentlich scharf kritisiert, weil dieser Segnungen homosexueller Partnerschaften mit KZ-Segnungen verglichen hatte. Laun sagte: »Den Segen Gottes kann man für Sünder, aber nicht für die Sünde erbitten … Also könnte man kein Bordell einweihen, kein KZ oder Waffen segnen.« Lackner sagte, es sei »unverständlich, wie man systematische Verbrechen gegen die Menschheit in irgendeiner Weise in Zusammenhang mit gleichgeschlechtlichen Lebensformen bringen kann«. Schönborn sagte, die Kirche müsse auf die Herausforderung durch die »Ehe für alle« »behutsame Antworten geben, die die Würde aller Betroffenen im Blick haben«. Im Sinne Launs äußerte sich indes auch Kardinal Gerhard Ludwig Müller, ehemals Präfekt der Glaubenskongregation: »Wenn ein Priester ein homosexuelles Paar segnet, ist das ein Gräuel an heiliger Stätte: etwas gutzuheißen, was Gott nicht gutheißt.«

Charlotte Kehne, Sprecherin der Kampagne Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel, kritisiert den Koalitionsvertrag mit Blick auf die Friedenspolitik. Die Große Koalition verschenke »die Chance, einen grundlegenden Kurswechsel in der deutschen Rüstungsexportpolitik einzuleiten«. Ihr widerspricht Rolf Mützenich (SPD), Fachmann für Außenpolitik, Verteidigung und Menschenrechte. Man habe »erstmals einen Mechanismus zur Stabilisierung und Steigerung der Mittel für Krisenvorsorge, humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit vereinbart, nach dem die Erhöhung von Verteidigungsausgaben automatisch zu einer Ausgabenerhöhung bei ziviler Friedenspolitik führt.« Karl Jüsten, katholischer Vorsitzender der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE), fordert die Bundesregierung auf, sämtliche Rüstungsausfuhren nach Saudi-Arabien zu stoppen. »Wir wollen endlich Good Governance in diesem höchst sensiblen und korruptionsanfälligen Politikfeld.«

Emmi de Jesus, M

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