Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2018
Gott und die Frauen
Das Erbe der Feministischen Theologie
Der Inhalt:

Editorial: Liebe Leserin, lieber Leser,

kurz nach ihrem Autounfall auf dem Weg zu den GroKo-Verhandlungen in Berlin hatte Annegret Kramp-Karrenbauer uns ein Interview gegeben (Publik-Forum 2/2018). Aufgefallen war mir da ihre unaufgeregte Art, die Dinge beim Namen zu nennen. Die erste Ministerpräsidentin im Saarland macht wenig Aufhebens um ihre Person – und fällt doch auf. Wie auch in diesen Tagen als designierte CDU-Generalsekretärin. Sie lebt Gleichberechtigung, wie so viele Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche.

In den Kirchen allerdings ist es mit der Gleichberechtigung schwieriger, vor allem in der katholischen. Umso wichtiger war und ist die Frauenbewegung dort und die Feministische Theologie. Dabei ging es den Theologinnen um weit mehr als die Tatsache, dass Frauen in der katholischen Kirche nicht Priesterinnen werden können. Es ging um die Frage, welches Gottesbild die Bibel befördert, ein männliches, wie es die traditionelle Theologie lehrt – oder aber auch ein weibliches, wie dies die Feministische Theologie herausgearbeitet hat. Doch wie wichtig ist heute noch diese Auseinandersetzung? Die Journalistin Johanna Jäger-Sommer, langjährige Mitarbeiterin von Publik-Forum, hat Frauen aus drei Generationen danach gefragt, was ihnen die Feministische Theologie bedeutet. Und sehr unterschiedliche Antworten erhalten (Seite 28).

Antworten auf ihre kritischen Anfragen an die Wirtschaftswissenschaft hat auch die Ökonomieprofessorin Silja Graupe gesucht. Und im herrschenden Wissenschaftsbetrieb nicht gefunden. Deshalb hat sie zusammen mit anderen Wissenschaftlern eine unkonventionelle Hochschule gegründet: die Cusanus-Hochschule im besch