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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2018
Gott und die Frauen
Das Erbe der Feministischen Theologie
Der Inhalt:

Leserbriefe

Älter sehen sie aus

Zu: »1968 – Ein irres Jahr« (2/18, Seite 42-45)

Der Autor des Artikels hat als junger Mann die 68er-Ereignisse in der Bundesrepublik miterlebt und kann keine Ahnung davon haben, was sich in diesem Jahr in Ostdeutschland und der Tschechoslowakei abgespielt hat. Auch für uns war 1968 »ein irres Jahr«. Mit welcher Spannung und Hoffnung haben wir den »Prager Frühling« verfolgt. Ich war mit meiner Familie im August in der Hohen Tatra in Urlaub. Wir haben hautnah miterlebt, wie zuerst noch die Hoffnung überwog und dann die sowjetischen Truppen einmarschierten und alles in einer riesengroßen Enttäuschung endete. Ich werde nie die Bedrücktheit und Bitterkeit vergessen, die an dem Morgen des 21. August von unseren slowakischen Wirtsleuten ausging. Und die sich auf uns alle übertrug. Fünfzig Jahre sind seitdem vergangen, davon nun schon 28 Jahre gesamtdeutscher Geschichte. Ich bedaure sehr, dass in Ihrem Beitrag zu 1968 keinerlei Hinweis auf die osteuropäischen Ereignisse Platz gefunden hat, dass das Gedenken daran nicht aus einem gesamtdeutschen Blickwinkel erfolgt ist. Ilse Matthes, Dresden

Als ich die Fotos sah, war mein erster Eindruck: Die sehen ja alle viel älter aus als die Studenten heute. Und sie waren es ja auch: Einschulung mit sechs oder sieben Jahren, 13 Jahre Schule, die männlichen Abiturienten begannen durch Bundeswehr und Zivildienst oft erst zwei Jahre nach dem Abitur mit dem Studium, für das sie sich viel mehr Zeit lassen konnten als heute. So starteten sie ihr Studium mit 21/22 Jahren, einem Alter, in dem heutige Studenten bereits den B