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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2017
Wer ist Herr im Hirn?
Der Streit um den freien Willen
Der Inhalt:

Einspruch: Trauriger Konsens

Zu: »Ein schwieriger Held« (2/17, Seite 56)

Luther-Interpreten beklagen heute unisono den massiven Antijudaismus Luthers. Sie haben alle recht, und Luthers Biografie würde uns allen sehr viel besser gefallen, wenn es ihn nicht gäbe. Dabei übersehen wir, dass Luther nicht nur ein Kind seiner Zeit war, sondern dass der Antisemitismus fast 2000 Jahre zum Christentum gehörte. Päpste, Bischöfe, Priester, Ordensleute, Laien – sie alle waren in der Regel Judenhasser. Die Juden galten ja als Mörder des Gottessohnes, man musste sie hassen oder verachten. Das war leider Grundkonsens des christlichen Abendlandes. Ich halte es deshalb für unangebracht, Luther mit dem Argument des Antisemitismus abzuwerten. Wir hätten nur wenige christliche Vorbilder, wenn wir dies zum Maßstab machen würden. Rudolf Walter,

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