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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2017
Wer ist Herr im Hirn?
Der Streit um den freien Willen
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 24.02.2017

Hans Joachim Schellnhuber, Klimaforscher und Berater des Papstes bei dessen Umweltenzyklika, befürchtet, dass sich die Politik der USA vom Geist der Aufklärung verabschiedet. »Darauf läuft es doch hinaus, wenn plötzlich die wissenschaftlichen Fakten nicht mehr als Entscheidungsgrundlage dienen sollen.« Werde das Pariser Klimaabkommen nicht umgesetzt, würden die Folgen zwar erst in zwanzig oder dreißig Jahren spürbar. Von Trump spräche dann niemand mehr, doch die Welt müsste sich mit den »desaströsen und unumkehrbaren Auswirkungen seiner Politik« abfinden.

Ernesto Cardenal, Dichter und Befreiungstheologe aus Nicaragua und künftiger Ehrendoktor der Universität Wuppertal, fühlt sich in seinem Heimatland politisch verfolgt und will die Möglichkeit prüfen, in Deutschland, Chile oder Spanien um Asyl zu bitten. Cardenal soll ein Bußgeld in Höhe von 750 000 Euro bezahlen, weil er das Grundstück auf dem Archipel Solentiname, wo er einst eine urchristliche Kommune errichtet hatte, rechtswidrig genutzt habe. Durchgesetzt hatte die umstrittene richterliche Entscheidung ein einstiger Weggefährte von Cardenal, der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega.

Ulrich Delius, Asienreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker, ist erschüttert über die Ermordung eines muslimischen Rechtsanwalts und Verfassungsrechtlers in Myanmar. Das sei ein »schwerer Rückschlag für religiöse Toleranz«. Der ermordete Ko Ni kritisierte die Religions- und Rassegesetze des Landes und gründete den Verein der »muslimischen Rechtsanwälte Myanmars«.

Süleyman Kücük, Islamwissenschaftler und im Vorstand der größten Berliner Moscheegemeinde, möchte keine Mauern zu Homosexuellen errichten, findet aber, dass ausgelebte Homosexualität theologisch nicht in Ordnung sei.

Anke Klaus, Bundesvorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen, hat auf den zunehmenden Druck auf schwangere Frauen aufmerksam gemacht. »Die heute selbstverständlichen pränatalen Untersuchungen führen eher zu Verunsicherung und setzen Schwangere unter enormen psychische

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