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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2016
Martin Luther: Der zweifelhafte Freiheitsheld
Der Inhalt:

Unbezähmbare Lebenslust

von Birgit Roschy vom 26.02.2016

Kino. Endlich Ferien! Fünf Schwestern feiern den letzten Schultag zusammen mit Schulfreunden mit einer ausgelassenen Planscherei im Meer. Eine bigotte Nachbarin denunziert das »unsittliche« Verhalten der fünf Mädchen, die bei Großmutter und Onkel leben. Zu Hause werden die fünf geschlagen und hinter schnell installierte Gitter gesteckt. Fortan sind die fassungslosen Teenager der Willkür ihres Onkels ausgeliefert, der auf Teufel komm raus Zwangsheiraten arrangiert. Und nicht nur das. Regisseurin Ergüven inszeniert die tragischen Ereignisse mit einer von betörender Sinnlichkeit durchzogenen Leichtigkeit. Und es ist diese unbezähmbare Lebenslust, die der jüngsten Schwester die Kraft gibt, ihre Flucht zu planen. So macht der autobiografisch geprägte Film die Unterdrückung und Zurichtung von Frauen in einer patriarchalen Gesellschaft spürbar: ein System, in dem ältere Frauen von Opfern zu Mittäterinnen werden. Zugleich ist diese Tragikomödie eine Hommage an weibliche Stärke. Ein Film, der das Zeug zum Kultfilm hat.

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