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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2016
Martin Luther: Der zweifelhafte Freiheitsheld
Der Inhalt:

»Steuertricks von Ikea sind skrupellos«

Nach einer aktuellen Studie soll der schwedische Möbelkonzern Ikea mit aggressiven Steuersparmodellen in Europa innerhalb von sechs Jahren mehr als eine Milliarde Euro Steuern vermieden haben. Die Studie wurde im Auftrag der Grünen im Europa-Parlament erstellt und beruft sich auch auf Geschäftsberichte von Ikea.

Nach dieser Studie gingen dem deutschen Staat und seinen Kommunen allein 2014 Steuern in Höhe von 36,6 Millionen Euro durch die Lappen, weil spezielle Steuertricks in den Beneluxländern genutzt wurden. So seien von einer belgischen Ikea-Tochter fiktive Zinsen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro steuerlich geltend gemacht worden. Und eine Luxemburger Firma sei benutzt worden, um Zinseinnahmen weitgehend steuerfrei an eine milliardenschwere Liechtensteiner Stiftung namens Interogo zu transferieren, die von einem Sohn des Ikea-Gründers Ingvar Kamprad sowie Vertrauten der Familie kontrolliert werde.

»Die Steuertricks von Ikea sind skrupellos und haben einen riesigen Schaden für den Fiskus angerichtet. Es ist ein Schlag ins Gesicht aller Steuerzahler, dass Unternehmen in der EU noch immer problemlos Milliarden von Steuern vermeiden können«, sagt der grüne EU-Parlamentarier Sven Giegold. Die Grünen fordern eine wettbewerbsrechtliche Prüfung der Vorgänge bei dem Möbelkonzern durch die EU-Kommission und gesetzliche Maßnahmen, um solchem Steuerdumping einen Riegel vorzuschieben. Dazu zählen sie vor allem die Veröffentlichung der Schlüsseldaten großer Konzerne, geordnet nach Ländern. Für die Konzernführung von Ikea sind alle kritisierten Vorgänge legal. Die Inter Ikea Group zahle Steuern na