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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2016
Martin Luther: Der zweifelhafte Freiheitsheld
Der Inhalt:

Vorgespräch: Hypnose bei Burn-out?

Fragen an Elsbeth Freudenfeld zur Jahrestagung der Milton-Erickson- Gesellschaft für Klinische Hypnose

Publik-Forum: Frau Freudenfeld, Sie organisieren die Jahrestagung der Milton-Erickson-Gesellschaft für Klinische Hypnose. Hypnose gilt aber häufig als obskure Methode: Die Vorstellung ist vor allem durch einschlägige Bühnenshows bestimmt.

Elsbeth Freudenfeld: Show-Hypnosen, wie sie in Zelten und Discos veranstaltet werden, sind bedenklich. Das Vertrauen der Beteiligten wird dort missbraucht, um Macht über sie auszuüben und sie der Lächerlichkeit preiszugeben. Klinische Hypnotherapie dagegen führt Menschen in Trancezustände, um sie in stärkeren Kontakt mit sich selbst zu bringen, mit ihren ganz eigenen Impulsen und Ressourcen.

Was passiert denn bei Ihrer Jahrestagung?

Freudenfeld: Im Mittelpunkt steht diesmal die Auseinandersetzung mit Burn-out und Depression, die epidemische Ausmaße angenommen haben. Dazu gibt es Vorträge und Workshops, die auch den politischen Aspekt in Betracht nehmen. Es gibt auch ein Fest und jede Menge Kultur, beispielsweise einen Vortrag zur Depression in Wagners »Walküre«. Wir erwarten etwa 1400 Teilnehmer, vor allem Ärzte, Psychologen und Therapeuten.

Kann man mit Hypnose Burn-out heilen?

Freudenfeld: Burn-out resultiert ja zumeist aus Außenorientierung und dem Bemühen, fremden Ansprüchen und Wertmaßstäben gerecht zu werden. In dieser Situation kann Hypnose helfen, die Aufmerksamkeit auf das Eigene zu richten und den Zugang zu den inneren Quellen wiederzufinden. Das ist immer eingebettet in Gespräche und andere therapeutische Hilfen.

Kann man sich anschließend daran erinnern, was man in der Trance erleb