Ramadan
Fasten, das den Geist nährt

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Der Countdown zum täglichen Fastenbrechen läuft. Heute wie an den 28 anderen Tagen im Ramadan. Ich schneide noch schnell einen Salatkopf in Streifen. Aus dem Fenster über dem Spülbecken sehe ich die Sonne langsam untergehen, einen goldenen Schein auf die Wellen des Bosporus werfend. Ich habe mich an manchen Tagen meiner Frau im Fasten angeschlossen.
Die finalen Momente vor dem Gebetsruf sind immer gefüllt von freudiger Erwartung und Festlichkeit. Unten am Fähranleger und im Fischbasar brummt es vor Geschäftigkeit. In Üsküdar – einem Stadtteil auf Istanbuls asiatischer Stadtseite – werden die Tafeln gedeckt und Schlangen entstehen vor den Bäckereien, wo das warme Pidebrot noch bis kurz vor dem adhan, dem Gebetsruf, gebacken wird. Nach dem gemeinschaftlichen Festmahl schallt bis tief in die Nacht
Marian Brehmer hat Iranistik und persische Literatur studiert und schreibt regelmäßig über islamische Mystik.




Fasten
Gertrud Knauer 13.03.2026:
Die Darstellung zeigt die schöne spirituelle Seite des Islam, wo das Wort Islam »Hingabe« bedeutet. In weniger erleuchteten Seelen und im politischen Islam wird das Wort Islam aber als »Unterwerfung« verstanden: erzwungene Unterwerfung unter die Religionsdiktatur eines Gottesstaates mit drakonischen Strafen für diejenigen, die sich nicht unterwerfen wollen. Wenn wir den Blick für die zwei so unterschiedlichen Verstehensweisen des Wortes Islam nicht haben, geschieht das, wovor der Jesuit und langjährige Leiter der Caritas in Ägypten, Henri Boulade, eindringlich warnte: Unter dem Mantel der Toleranz in unseren westlichen Staaten, die auf einer freiheitlichen Grundordnung und der Basis individueller Menschenrechte basieren, zieht die Intoleranz ein.
Georg Lechner 17.02.2026, 18:37 Uhr:
Auch ohne Fasten (das im Vorjahr ohnehin wegen Untergewichtigkeit nach zwei Operationen im Jahr 2024 kontraindiziert war) blicke ich mit Dankbarkeit auf mein Leben. Der im Artikel dargestellten spirituellen Grundlage (und im Islam verbreiteten Praxis der besonderen sozialen Orientierung) begegne ich mit Hochachtung.