Shell muss nigerianische Bauern entschädigen
Seit Jahrzehnten werden im Nigerdelta in Nigeria Äcker durch auslaufendes Öl verseucht. Auch ins Trinkwasser gelangt immer wieder Öl, wenn marode Pipelines undicht werden. Die Umweltorganisation Friends of the Earth geht davon aus, dass schon mehr als elf Millionen Barrel Öl entwichen seien und die Lebensgrundlage Tausender Menschen zerstört haben. Die Ölindustrie kam ungestraft davon. Bis jetzt. Denn jetzt muss der Ölkonzern Shell erstmals nigerianische Bauern entschädigen, weil ihr Land verunreinigt wurde. Ein Berufungsgericht im niederländischen Den Haag urteilte, dass Shells Tochterfirma in Nigeria für die Folgen der Pipeline-Lecks verantwortlich sei. Vier nigerianische Bauern hatten gemeinsam mit Friends of the Earth gegen den Konzern geklagt. Sie werfen Shell vor, der Konzern warte seine Pipelines schlecht. Wie hoch ihr Schadensersatz ausfallen wird, steht noch nicht fest.
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