»Unmenschliche Rechtssprechung«
Als Katholik bin ich davon überzeugt, dass sowohl das geborene als auch das ungeborene Leben heilig und schützenswert ist. Aber ich finde auch: Wenn das Leben oder die Gesundheit der Mutter auf dem Spiel stehen, darf die Entscheidung nie eine einfache, schematische und kategorische sein. Völlig inakzeptabel wird es, wenn eine Frau, die sich aus welchen Gründen auch immer für eine Abtreibung entschieden hat oder ihr Kind durch eine Fehl- oder Totgeburt verliert, als Mörderin verurteilt wird. So aber geschieht es in El Salvador. Diese unmenschliche Rechtsprechung lässt sich weder mit dem Schutz des ungeborenen Lebens noch mit der katholischen Moral rechtfertigen. Sie ist menschenverachtend.
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Martin Schmidt-Korten-busch, geboren 1953, engagiert sich im Freundes-
kreis El Salvador und hat die Partnergemeinde »22 de abril« mehrfach besucht.
