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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2020
Geht doch!
Der Synodale Weg der katholischen Kirche
Der Inhalt:

Apokalypse auf Patmos

von Engelbert Groß vom 14.02.2020
Rettungswesten am Strand und Flüchtlingselend: Zur Aktualität der Johannes-Offenbarung

Wir sind auf der Insel Patmos angelangt«, notiert der Yachtclub Unity in seinem Logbuch. Dort, »wo sich vor exakt 1910 Jahren der Evangelist Johannes für eine zweijährige Verbannung dadurch an der Menschheit rächte, dass er sich in eine Höhle verzog und ganz fürchterliche Dinge prophezeite.« Lakonisch heißt es weiter: »Wo kämen wir da hin, wenn jeder, dem was nicht passt, gleich Pech und Schwefel auf die Menschheit herab prophezeien würde?« Man kann die Offenbarung des Johannes, die Apokalypse, achselzuckend als skurrile Rachefantasie abtun. Oder man liest sie sensibel, gerade auf Patmos. Geschehen im Mittelmeer nicht fürchterliche Dinge? Ist es nicht zu einem Ort der Katastrophe geworden?

Apokalypse bedeutet nicht, wie gemeinhin behauptet, Weltuntergang, sondern Enthüllung. Es geht um Enthüllung gnadenloser Macht, u

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