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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2019
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Der Inhalt:

Leserbriefe

Feministische Revolution

Zu: »Sehnsucht nach Revolution«
(1/19, Seite 42-46)

Ja, es ist Zeit für die Revolution. Die kommende Revolution wird sozialistisch-kooperativ, basisdemokratisch mit individueller Freiheit, feministisch-humanistisch und ökologisch sein – oder sie wird nicht sein. Sie wird nicht alle Probleme lösen, aber die Menschheit kann dann endlich mit der Lösung ihrer drängendsten Probleme beginnen. Robert Seidenath, Gusterath

Zunächst Dank für diesen Artikel. Und doch fehlt mir dabei etwas sehr Wesentliches. Sie gehen zwar in einigen Anmerkungen auf die Friedliche Revolution in der DDR ein. Aber das ist mir viel zu wenig. Die Friedliche Revolution zeigte, dass man durchaus mit gewaltlosen Mitteln – gewissermaßen mit der Bergpredigt – Änderungen im sozialen und ökologischen Umfeld herbeiführen kann. Warum wird diese Erfahrung also nicht analysierend und empfehlend ausgeschlachtet? Ist es ein gewisser Hochmut, der darin besteht: »Was kann schon aus dem Osten Gutes kommen?« Gerhard Loettel, Magdeburg

Der Begriff »Revolution« ist historisch geprägt durch eine in der Regel gewaltsame Übernahme einer Staatsmacht. Auch für die Friedliche Revolution 1989 in der DDR ist »Revolution« daher nicht angemessen. Denn sie stürzte zwar in einem bewundernswert gewaltfreien Volksaufstand eine starke Diktatur. Aber da dieser Aufstand keineswegs vorbereitet werden konnte und es auch keine Pläne für ein Danach geben konnte, endete sie unglaublich schnell im »Anschluss« der »neuen Bunde