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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2019
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»Effektive Altruisten« unterstützen Projekte nur nach strengem Kalkül. Sinnv
Der Inhalt:

Buch des Monats: Königreich der Hoffnung

von Norbert Copray vom 08.02.2019
Was gegen eine Politik der Angst helfen könnte

Martha Nussbaum
Königreich der Angst
Gedanken zur aktuellen politischen Krise.
wbg Theiss. 300 Seiten. 28 €

Wie keine andere Emotion kann Angst Demokratie bedrohen und destabilisieren. Das nutzen Antidemokraten aller Couleur. Martha Nussbaum sieht in der Angst eine leicht manipulierbare Emotion, sodass sie sich als »mächtige archaische Struktur bis ins Erwachsenenalter« etabliert und ein »Königreich der Angst« in uns, um uns und durch uns auszuprägen vermag. Donald Trump, seine Wahlkampfstrategie und seine extrem Ängste schürende Amtsführung haben Martha Nussbaum tief aufgewühlt. Die international renommierte Philosophin und Professorin für Rechtswissenschaften und Ethik an der University of Chicago begann in der Präsidentenwahlnacht 2016 mit ersten Überlegungen zu diesem Buch, überwiegend auf die USA bezogen.

Nussbaum ist Spezialistin für den Zusammenhang von Ethik, Gerechtigkeit, Emotionen, Kultur und menschlichen Fähigkeiten. Sie erkannte, dass ihre »bisherige Vorgehensweise einige äußerst wichtige Kausalzusammenhänge zwischen den Emotionen verdeckt hat. Insbesondere habe ich erkannt, dass die Angst sowohl genetisch als auch kausal eine Vorrangstellung hat und dass die drei Emotionen« wie Zorn, Neid und Ekel »aufgrund einer ›Ansteckung‹ durch die Angst vergiftet werden und die Demokratie bedrohen.« Die Macht der Emotionen, besonders die Macht und die »Politik der Angst«, zieht ihre Kraft vor allem aus der Sterblichkeit des Menschen. Sie kann vergleichsweise leicht getriggert werden, während ihre konträren Emotionen wie Fürsorge, Mitgefühl und Gegenseitigkeit der stetigen Förderung durch eine unterstützende Umwelt bedürfen. Es gehört zu den Irrtümern über Demokratie, sie nicht wehrhaft genug auszustatten und angstmachenden Umtrieben, besonders in der Medien- und Digitalwelt, freien Lauf zu lassen. Wird dabei auf ein einziges Problem stark fokussiert, wird die Bedeutung des Problems überschätzt, und für andere Problemlagen fehlt es an Aufmerksamkeit und Kraft – was im Streit über Geflüchtete etwa bei AfD, Pegida, CSU und den Identitären zu sehen ist.

Nussbaum verschränkt gekonnt aktuelle politische Aspekte mit psychologischen Erkenntnissen und philosophischen Einsichten, wobei sie oft die antike Philosophie nutzt. Sie analysiert auf diese Weise den Zorn »als Kind der Angst«, den »von Angst getriebenen Ekel« für d

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