Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2018
Was ist der Mensch wert?
Der Preis des Lebens und die Würde des Menschen
Der Inhalt:

Worte statt Taten

von Thomas Seiterich vom 09.02.2018
Ist Papst Franziskus’ Kampf gegen die sexuelle Gewalt noch glaubwürdig?
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang sofort plus 2 Hefte gratis nach Hause
  • 4 Wochen kostenlos alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de lesen
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • die nächsten 2 Ausgaben gratis in Ihrem Briefkasten
Digital-Zugang
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Zugang:

Sie haben noch kein Digital-Abonnent? Jetzt für 0,00 € testen
PFplus

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Upgrade:

Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Bald steht die katholische Kirche wieder einmal am Pranger. Anfang März beginnt in Melbourne der Prozess gegen Kardinal George Pell wegen sexuellen Missbrauchs und Vertuschung. Der von Benedikt XVI. geförderte Pell gilt als das »Gesicht des Missbrauchs« in den Spitzenrängen der Kirche, seitdem viele seiner Missbrauchsgeschädigten zu ihm nach Rom reisten und dort öffentlich aussagten. Zugleich ist der Fall Pell ein Fall Franziskus. Denn treu hält bislang Franziskus an Pell fest, ja, er machte ihn zum Finanzchef im Vatikan und Mitglied der Reformkommission K9. Franziskus kann in Personalfragen stur sein. Doch er gefährdet die Glaubwürdigkeit seines Engagements für die Opfer, wenn er an Männern festhält, die der Pädophilie verdächtig sind. Bei seiner Kommission gegen sexuellen Missbrauch in der Kirche ließ er es zu, dass die betroffenen Opfer angesichts der zynischen Coolness von Vatikantheologen entnervt austraten. Und jüngst hat Franziskus bei der Reise nach Chile sein Engagement für unterdrückte Indigene und Arme entwertet, weil er an dem wegen pädophiler Verbindungen umstrittenen Bischof Juan Barros im Minibistum Osorno festhielt. Er fordere »Beweise«, sagte Franziskus – ohne zu beachten, dass traumatisierte Missbrauchsopfer oft keine »Beweise« haben. Deshalb kritisiert ihn der Vorsitzende der Päpstlichen Kinderschutzkommission, Bostons Kardinal Sean O’Malley. Immerhin: Wochen später, als der Vertrauensschaden riesig war, schickte Franziskus seinen besten Fachmann, den Malteser Erzbischof Charles Cicluna, als Sonderermittler nach Chile. Franziskus übt sein Leitungsamt vor allem dadurch aus, dass er neue Bischöfe ins Amt bringt, die seiner Version von Kirche entsprechen. Das ist effektiv, aber wenig transparent. Wenn er an den Falschen festhält, sogar gefährlich.

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.