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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2018
Was ist der Mensch wert?
Der Preis des Lebens und die Würde des Menschen
Der Inhalt:

Beklemmendes Lehrstück über Dschihadisten aus Deutschland

Politthriller. Mit »Jenseits« hat der deutsch-jordanische Autor Yassin Musharbash einen spannenden Krimi vorgelegt, der sich durch gründliche Recherche und eine brandaktuelle Thematik auszeichnet. Im Mittelpunkt steht der 26-jährige Deutsche Gent Sassenthin, der nach dem Tod seiner Zwillingsschwester den Boden unter den Füßen verliert. Er rutscht ins Drogenmilieu ab, bevor er zum Islam konvertiert, sich radikalisiert und sich dem IS in Syrien anschließt. Doch irgendwann will er aussteigen – angeblich. Was steckt dahinter? In Berlin schalten sich das Bundeskriminalamt ein, der Verfassungsschutz, der Bundesnachrichtendienst. Und auch die Medien haben Wind bekommen von dem deutschen Dschihadisten …

Dieser Thriller ist keine Gutenachtlektüre: Schilderungen von Steinigungen und Handabhacken muss man verkraften, diese grausame Realität im »Kalifat« des IS gehört dazu. Doch im Vordergrund steht anderes. Da ist die Journalistin Merle, die eine ganz große Story wittert. Da ist Sami vom Verfassungsschutz, der einzuschätzen versucht, ob Gent tatsächlich aussteigen will. Da ist Abu Karim, ein Berliner Imam, von dem nicht ganz klar ist, auf wessen Seite er steht. Da sind die Eltern von Gent, fassungslos und erschüttert, und da ist Titus, Mitarbeiter einer Beratungsstelle, der zwischen den Eltern und den Behörden vermittelt.

Die Figur des Gent Sassenthin mag erfunden sein – aber da draußen gibt es viele Sassenthins. Der Autor, der im Investigativ-Ressort der Zeit tätig ist, beschäftigt sich seit Jahren mit islamistischem Terror, was man seinem Buch anmerkt. Es gelingt ihm, den Leserinnen und Lesern den deutschen Dschihadisten Gent so nahezubringen, dass