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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2017
Steife Brise
Wie der Streit um die Windkraft gelöst werden kann
Der Inhalt:

Revolution auf der Plantage

Die größte Bananenplantage in Ghana zeigt, dass Bioanbau im großen Stil und unter fairen Arbeitsbedingungen möglich ist

Joyce Afiyoo Adjei kaut den letzten Bissen ihres Mittagessen. Gemeinsam mit einigen Kolleginnen erholt sie sich von der Arbeit. Sie verpackt Bananen auf der Kasunya-Plantage von Golden Exotics Limited. Mit 2200 Hektar, 22 Quadratkilometern, ist die Plantage die größte in ganz Ghana und der wichtigste Arbeitgeber in der Region östlich der Hauptstadt Accra.

»Ich habe Glück, denn hier ist geregelte Arbeit kaum zu bekommen«, erklärt die vierfache Mutter, die seit drei Jahren auf der Plantage arbeitet. Sie und ihre Kollegen machen Bananen und Ananas für den europäischen Markt versandfertig. Rund 60 000 Tonnen Bananen und 6000 Tonnen Ananas wurden im vergangenen Jahr auf die Reise nach Antwerpen oder Hamburg geschickt. In diesem Jahr sollen es noch mehr werden, hofft Olivier Chassang. »Wir erweitern gerade unsere Anbaufläche bei Biobananen von 32 Hektar auf 112 Hektar – und sind in Gesprächen mit Edeka«, erklärt er und wirft einen Blick hinüber zu den halbhohen Bananenstauden, die gerade gepflanzt wurden. In Reih und Glied stehen die etwa ein Meter hohen, großblättrigen Pflanzen.

Einen Steinwurf entfernt befreien mehrere junge Männer einen weiteren Anbaustreifen von Unterholz und Gräsern. »Dreißig Prozent mehr Handarbeit fallen im Biosektor im Vergleich zum konventionellen Anbau an«, erklärt Chassangs rechte Hand, der Bananenspezialist Peter Ajoeh. 14 Wochen dauert der Reifeprozess von der Blüte bis zur erntereifen Staude, in denen die Früchte immer wieder unter die Lupe genommen werden, damit sie so optimal wie möglich auf den Weg zum Endverbraucher gehen. Die Fruchtstände – Büschel genannt – werden von den Arbeitern in den