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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2017
Steife Brise
Wie der Streit um die Windkraft gelöst werden kann
Der Inhalt:

Kampf der Giganten

Hans-Jürgen Jakobs
Wem gehört die Welt?
Die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus. Knaus. 680 Seiten. 36 €

Die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung besitzt nur so viel wie acht der reichsten Männer der Welt. So die Erkenntnis einer Studie von Oxfam 2017. Noch dramatischer ist, was der Volkswirt und Wirtschaftsjournalist Hans-Jürgen Jakobs mit fünfzig Journalisten vom Handelsblatt und mit Unterstützung des Handelsblatt Research Institutes über die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus herausgefunden hat. »Wem gehört die Welt?« ist ein nahezu unglaubliches Werk über Akteure und Zusammenhänge des Neokapitalismus. Unter den Aspekten Nachhaltigkeit, Unbestechlichkeit, Steuerehrlichkeit, Humanität und Transparenz werden Finanz- und Kapitalfirmen, alte und neue Industriedynastien beschrieben und eingeschätzt. Der »Kampf der Giganten« zwischen altem Geldadel, angelsächsischem Finanzkapitalismus und Staatsfonds um die Weltherrschaft zeigt: Geld ist zu einer scharfen und – durch die Digitalisierung – schnellen Waffe geworden. Deutsche Unternehmen sind dabei nur für internationale Anleger interessant. Sie selbst spielen keine große Rolle. Deutschland gilt den Kapitalgesellschaften lediglich als ein Markt zur Geldvermehrung. Diese Entwicklung der Geldumverteilung – anschaulich dargestellt durch Grafiken – hat die Gesellschaften in die Defensive gezwungen. 540 US-Milliardäre haben sich – nicht alle, aber zum großen Teil – eine Regierung aus Milliardären und Millionären besorgt. Trump ist nur die Speerspitze des Neokapitalismus. Arme, Angehörige der Mittelschicht und Berufsanfänger zahlen weltweit die Zech