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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2016
Die Helfer
Flüchtlingskrise: Wie lange halten die Ehrenamtlichen noch durch?
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 12.02.2016

Rabeya Müller, Islamwissenschaftlerin in Köln, ruft muslimische Gemeinden auf, Frauen ohne Kopftuch in den eigenen Reihen zu akzeptieren. Am Kopftuch dürfe nicht »die Gläubigkeit einer Frau bemessen werden«. Umgekehrt dürfe die Gesellschaft nicht die Demokratiefähigkeit einer Frau infrage stellen, wenn sie sich selbstbestimmt und aus religiöser Überzeugung für ein Kopftuch entscheide. Müller, Vizevorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes, trägt selbst eine Kopfbedeckung und will damit Farbe bekennen für ihren Glauben.

Thomas Fischbach, Präsident des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte, kritisiert die massive Zunahme von Therapie-Verordnungen für Heranwachsende. Zwischen 2010 und 2014 seien diese um fast ein Viertel gestiegen. Oft verlaufe die sprachliche und motorische Entwicklung selbst bei gesunden Kindern nicht altersgemäß, weil sich die Eltern zu wenig um sie kümmern können. Dies falle dann in der Kita oder Grundschule auf. Da Erzieherinnen und Lehrerinnen massiv unter Druck stünden, würden den Eltern Therapien empfohlen. Jedoch: »Eine Stunde Therapie pro Woche kann nicht ausgleichen, was zu Hause über Jahre versäumt wurde.« Nötig sei ein Ende der »Medikalisierung pädagogischer Probleme«.

Fouad Twal, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, warnt davor, Assad zu stürzen, ohne einen Nachfolger zu haben. Unter Assad hätten die Christen unbehelligt leben können. »Wir haben mehr Angst vor dem Danach als vor dem Davor.« Stattdessen appelliert er an die westlichen Regierungen: »Verkauft keine Waffen in die Region. Lasst uns in Frieden.« Twal widerspricht damit Ignatius Joseph III. Younan, syrisch-katholischer Patriarch, der für Bodentruppen gegen die Terrormiliz IS wirbt. Luftschläge genügten nicht.

Karl Lehmann, Kardinal und Bischof von Mainz, wünscht sich mehr Fairness im Umgang mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. In den Medien sei oft Häme verborgen, wenn etwa über ihren baldigen Sturz spekuliert werde. Kaum zu spüren sei dagegen die Solidarität mit einem Menschen, der in einem oft unauflösbaren ethischen Dilemma stecke. Nämlich »lebensg

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