Wahl in Uganda
Unruhen nach Wahl in Uganda
Nach den Wahlen bleibt Yoweri Museveni Präsident von Uganda. Laut Wahlkommission entfielen mehr als 70 Prozent der Stimmen auf den 82-Jährigen, der das Land bereits seit 40 Jahren regiert. Die Opposition wirft der Regierung Wahlbetrug und Gewalt vor und rief die Bevölkerung auf, das Wahlergebnis nicht anzuerkennen. Mindestens zehn Wahlkampfhelfer der Oppositionspartei National Unity Platform seien demnach von Soldaten erschossen worden, mehr als 400 Menschen seien festgenommen worden. Zudem sei Musevenis Herausforderer Bobi Wine am Tag nach der Wahl unter Hausarrest gestellt worden, das Militär hätte sein Wohnhaus umzingelt. Ein Polizeisprecher dementierte das. Wine stehe nicht unter Arrest, vielmehr werde für seine Sicherheit gesorgt.
Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden, denn in dem ostafrikanischen Land mit rund 50 Millionen Einwohnern ist seit mehreren Tagen das Internet gesperrt. Zudem verbot die Regierung Journalisten, über Proteste und Unruhen zu berichten. Schon vor der Wahl äußerte das UN-Menschenrechtskommissariat Besorgnis über »unzulässige Einschränkungen« der Opposition durch staatliche Sicherheitskräfte.




