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Physik und Glaube
»Gott würfelt doch!«

Vor fünfzig Jahren starb Werner Heisenberg, der Begründer der Quantenmechanik. Der Astrophysiker Heino Falcke erklärt, wie diese Theorie unsere Sicht auf die Welt und Gott verändert hat – und ein überraschend offenes Gottesbild ermöglicht.
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Das Kleine im Großen finden: Messier 81, Spiralgalaxie im Sternbild großer Bär. (Foto: PA / imageBROKER / Allexxandar)
Das Kleine im Großen finden: Messier 81, Spiralgalaxie im Sternbild großer Bär. (Foto: PA / imageBROKER / Allexxandar)

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Publik-Forum: Werner Heisenberg gilt als einer der Väter der Quantenmechanik. Worin bestand sein wesentlicher Beitrag zur Physik?

Heino Falcke: Heisenberg hat zunächst grundlegende Rechenvorschriften der Quantenphysik entwickelt; seine bekannteste Entdeckung aber ist die Unschärferelation. Die Quantenphysik, also die Physik des Allerkleinsten, ist auf eine fundamentale Weise anders als das, was wir auf der makroskopischen Ebene, in der wir leben, gewöhnt sind. Unschärfe bedeutet, dass ich ein bestimmtes System nicht festlegen kann auf einen Zustand. Dass ich bestimmte Dinge gar nicht wissen kann, weil sie gar nicht so scharf existieren, wie das in unserer makroskopischen Vorstellung normalerweise der Fall ist.

Die Naturgesetze de

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Klaus P. Fischer 27.02.2026:
Den verbreiteten Eindruck, das wissenschaftlich gestützte Weltbild mache Gott überflüssig, enthüllt das Interview mit Professor Heino Falcke als eng und eindimensional. Er ermuntert dazu, unsere Vorstellung vom Schöpfer und Erlöser differenzierter, tiefgründiger zu fassen. Seine Erläuterungen könnten uns zudem erinnern, dass die Bibel äußerst zurückhaltend und diskret von Gotteserfahrung spricht. Wie früher Heisenberg, betont auch Falcke, dass moderne Physik und Kosmologie das persönliche oder gemeinschaftliche Gebet zu Gott nicht ersetzen, es eher anraten.

Manfred Petri 27.02.2026:
Mit genialer Einfachheit erklärt Heino Falcke etwas, was wir »bis heute in ihrer Tiefe nicht wirklich verstanden haben«: die Quantenphysik. In einem »dynamischen Netzwerk« (Fritjof Capra) kann ein Phänomen nicht mehr (nur) aus sich selbst heraus erklärt werden, sondern aus seinen Beziehungen mit anderen. Das sollte dann auch für die Rede von Gott gelten, zumal in der Erkenntnis von stetiger Veränderung, von Nicht-Vorhersehbarkeit, von Zufall. Statt »entweder-oder« gilt »sowohl-als auch«. Statt kausal oder final gilt Wahrscheinlichkeit. Falcke spricht zwar auch von einem »unverfügbaren Geheimnis des Lebens«, fällt aber dann wieder zurück in das altbekannte Gottesbild. Anders über Gott zu reden, gerade auch im Einklang mit Naturwissenschaften, wäre ein Gewinn für die Theologie.

Thomas Bartsch-Hauschild 26.02.2026, 12:29 Uhr:
Gott würfelt nicht - denn wir wissen nicht viel von Ihm.Er hat keine Anschrift auf Erden und man soll sich als Mensch kein falsches Bild machen von seiner Persönlichkeit- er ist nicht aus Fleisch und Blut, sondern ein geistiger Freund - der immer da ist- wenn ihn anrufen- in Verzweiflung und der Hoffnung.

Ursula Weyrauch 17.02.2026, 09:55 Uhr:
Herzlichen Dank für diesen Artikel. Ich werde ihn mehrmals lesen

Georg Lechner 01.02.2026, 18:35 Uhr:
Würfelt Gott? Dafür müsste er wohl als Person gedacht werden, mit all den Widersprüchen, die sich daraus ergeben (Vorauswissen der Zukunft halte ich insbesondere für eine unsinnige menschliche Projektion). Gott als Geist (Freiheit der Geringsten in der Gemeinschaft aller) gedacht ist so offen für den Ansatz der menschlichen Freiheit wie im Interview im Blick auf die Quantenphysik postuliert.

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