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Publik-Forum, Heft 2/2020
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Personen und Konflikte

vom 31.01.2020

Uwe Becker, Bürgermeister in Frankfurt am Main und Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, will, dass »Deutschland auf die völkerrechtliche Anerkennung von Jerusalem als israelischer Hauptstadt hinwirken« soll. Auch »die Anerkennung der Golanhöhen als israelisches Staatsgebiet« sei nötig. Nirit Sommerfeld, Gründungsmitglied des Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern, widerspricht scharf: »Frankfurts Bürgermeister Becker ist sich nicht zu schade, in Trumps Fußstapfen zu treten, ungeachtet des geltenden Völkerrechts, dem zufolge alle von Israel besetzten Gebiete völkerrechtswidrig besetzt sind. Das gilt für Ost-Jerusalem ebenso wie für den Golan, die Westbank und Gaza.«

Vanessa Nakate, ugandische Klimaaktivistin, ist empört, dass sie von einem Foto, das sie mit anderen Fridays for future-Jugendlichen zeigt, von einer Nachrichtenagentur abgeschnitten wurde. Zu sehen waren am Ende nur Europäer. »Ihr habt nicht nur mich von einem Foto radiert, sondern einen ganzen Kontinent«, schreibt die 23-Jährige. So habe sie zum ersten Mal selbst erlebt, was Rassismus bedeute. Nakate hat Fridays for future in Uganda gegründet.

Pinchas Goldschmidt, Oberrabbiner in Moskau und Präsident der Konferenz der europäischen Rabbiner, bezeichnet den Dialog zwischen Juden und Christen in den vergangenen Jahrzehnten als eine »Erfolgsstory«. Das gelte insbesondere für das Gespräch mit der katholischen Kirche. »Nach Jahrhunderten des Misstrauens ist das gegenseitige Vertrauen enorm angewachsen. Freundschaftliche Beziehungen wurden aufgebaut auf allen Ebenen.« Kirchlicher Antisemitismus sei »in die Schranken« verwiesen worden. Auch im Dialog mit Verantwortlichen aufseiten der Muslime seien »große Fortschritte« erzielt worden. Interreligiöser Dialog sei eine »Form der Diplomatie, eine Suche nach Verständigung und gegenseitigem Verständnis – in einer Zeit, in der konventionelle Diplomatie zunehmend versagt«, schreibt Goldschmidt in der Jüdischen Allgemeinen. Pfa

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