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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2020
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Leserbriefe

vom 31.01.2020

Respekt einüben

Zu: »Respekt« (24/19, Seite 12-15)

Warum wird in der Kirche nicht über Respekt gesprochen, fragt sich Frau Baas. Das bringt mich zum Nachdenken und mutet gleichzeitig eigenwillig an. Ich habe den Eindruck, dass es eine Inflation des Evangeliums wäre, wenn Respekt das höchste Ziel wäre. Das Wort Respekt wirkt so autoritär, wenn dazu aufgerufen wird. Da ist mir die alte Botschaft der Gottes- und Nächstenliebe angenehmer. Aus freien Stücken zieht es mich hin zu Gott, der uns die Liebe anbietet, der zum Kind wird und den Leidensweg auf sich nimmt, der in mir und in dem, den ich nicht mag, und in der Natur verborgen ist. Und die Kirche erinnert mich an seine Liebe und die daraus wachsende Haltung von Ehrfurcht, Achtung und Wertschätzung, von Nachsicht und Versöhnung, von Mitgefühl und Barmherzigkeit. Respekt und Toleranz wären mir zu wenig und fühlen sich kühl an. Barbara Schwarz, Pulsnitz

Zu dem hervorragenden Artikel möchte ich anmerken: Thomas Edward Lawrence konnte nichts für das Sykes-Picot-Abkommen, in dem Großbritannien und Frankreich die Grenzen im Nahen Osten neu zogen. Im Gegenteil, er hat nichts unversucht gelassen, um dieses Abkommen zu verhindern, und darauf bestanden, die Grenzen nach Sprachen, Kulturen und den Wünschen der betroffenen Völker festzulegen. Sein entschiedenes, aber am Ende erfolgloses Auftreten hat ihn letztlich seine politische Karriere gekostet. Gabriele Haefs, Hamburg

Leider bezieht Frau Baas Respekt nur auf das Verhältnis der Menschen untereinander. Das ist zu kurz gegriffen. Respekt verdienen nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere, ja, die gesamte Schöpfung, Pflanzen, Wasser, Luft, Berge, Täler, Steine … Wir haben seit Jahrhunderten den Menschen als Krone der Schöpfung gesehen und entsprechend gehandelt. Das Ergebnis zeigt uns der Klimawandel. Respekt hat mit Würde zu tun. »Die Würde des Menschen ist unantastbar«, heißt es im Grundgesetz. Ich träume davon, dass dieser Artikel erweitert wird: »Die Würde aller Wesen ist unantastbar.« Man stelle sich vor: Nicht nur dem Menschen, sondern auch den Tieren, dem Boden und der Luft würde Würde gegeben. Das wäre eine echte Revolution, die das

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