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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2019
Regt! Euch! Ab!
Analyse einer gereizten Gesellschaft
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 25.01.2019

Prophet des Unsagbaren

Zu: »Gott wird Wort« (24/18, Seite 30-34)

Danke für den wunderbaren Artikel von Andreas Knapp: »Gott wird Wort«. Seine poetischen Texte begleiten mich schon seit Jahren und ich finde in ihnen immer wieder neue Zugänge und Einsichten zu meinem. Glauben und zu Lebenswahrheiten. Knapp ist für mich ein lebender, rufender Prophet des Unsagbaren, Unbegreiflichen, des Göttlichen in unserer sprach-vermüllten, digitalisierten Welt. Mary Houben, Kempen

Es freut mich, in Publik-Forum etwas von Andreas Knapp zu lesen, zumal er sich so grundlegend mit Sprache, insbesondere der religiösen, auseinandersetzt. Hierzu eine Ergänzung: Sprache wird, so Knapp, »zur Tür, die uns die Wirklichkeit öffnet« – sie ist aber nicht die Wirklichkeit selber. Sie kann Wirklichkeiten verändern und sogar schaffen, aber nicht selber Wirklichkeit sein. Ist sie deshalb weniger wert? Mitnichten. Denn Sprache ist eine Möglichkeit, das, was in einem Menschen vorgeht, ja sogar sein Innerstes zum Ausdruck zu bringen. Damit aber dies gelingt, muss sie gut geübt werden. Max Lang, München

In den Fragen von Andreas Knapp, »Kann ich von meiner Gotteserfahrung reden? Wann und wie habe ich Gott erfahren?«, ist ein skeptischer Unterton zu spüren, der sich dann vollends in dem Satz »Wer von Gott etwas sagen will, dem versagen sich die Worte« zeigt. Hier widerspreche ich. Als ich einmal von einem Studenten gefragt wurde, wie ich es denn mit Gott halte, habe ich geantwortet: Ich spüre eine Kraft in mir, die mich mein Leben lang getragen hat, die mich stark gemacht hat, niemals zu resignieren, sondern immer wieder neu zu beginnen, die mich getröstet hat, die mir Freude am Leben geschenkt hat und die mich überzeugt hat, dass ich mit anderen Menschen so umgehe wie mit mir selbst. Ich erhebe nicht den Anspruch, dass ich Gott mit solchen Worten fassen kann, wie Knapp es ausdrückt und was immer das bedeuten soll, aber die Worte über Gott haben sich mir nicht versagt und sie tun es bis heute nicht. Jürgen Schnakenberg, Roetgen

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