Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2018
Publik-Forum Ausgabe 2/2018: 1968. Ein irres Jahr
Der Inhalt:

Editorial: Liebe Leserin, lieber Leser,

haben Sie auch oft den Eindruck, dass vieles nicht so gelingt, wie Sie sich das vorgestellt haben? Ich jedenfalls bin immer wieder einmal in der Gefahr, das Glas des Lebens halb leer und nicht halb voll zu sehen.

Dabei gibt es gute Gründe, sich am Gelingenden zu freuen. An Entscheidungen, die weiterbringen. Zum Beispiel an der überaus lebendigen Debatte, die die deutschen Sozialdemokraten über die Frage »Groko – ja oder nein?« führen. Auf dem Sonderparteitag in Bonn schenkten sie sich nichts. Und die Mitgliederbefragung kommt erst noch. Dabei wird für ganz Deutschland offensichtlich, um welche Inhalte die Partei ringt, um welche Strategien, um welche Visionen. Wie anders ist das doch bei den Unionsparteien. Dort entscheidet eine Führungsriege, die sich anschließend im Sessel zurücklehnt und leicht genervt verkündet, dass man auf keinen Fall die Sondierungsergebnisse »nachbessern« wolle. Ihre Mitglieder fragt sie dabei vorsichtshalber nicht.

Die Sondierungsgespräche markieren zwar keinen großen Aufbruch, wie Wolfgang Kessler kommentiert (Seite 10), allerdings lohnt ein Blick aufs Kleingedruckte. Darüber freut sich auch die Initiative »Enquete Fluchtursachen«. Denn im Sondierungspapier steht: »Wir wollen Fluchtursachen bekämpfen, nicht die Flüchtlinge … Wir werden eine Kommission Fluchtursachen im Deutschen Bundestag einrichten.« Dieses verbucht sie als ihren Erfolg, an dem auch Publik-Forum seinen Anteil hat: Das Dossier »Damit sie bleiben können« über die Gründe für weltweite Fluchtbewegungen erreichte eine breite Öffentlichkeit. Es wurde unter anderem auf der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland verteilt.