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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2021
Hinterm Horizont
Aussichten nach Corona
Der Inhalt:

Aufgefallen
Idealistischer News-Junkie

von Anne Strotmann vom 15.01.2021
Zum neuen Jahr startet Judith Bauer bei Publik-Forum ihr Volontariat

Eigentlich ist es bei Publik-Forum Tradition, die neue Volontärin an ihrem ersten Arbeitstag durchs Haus zu führen und allen vorzustellen. In Zeiten der Pandemie bleibt dafür vorerst nur der Bildschirm im Homeoffice. Judith Bauer, die zum neuen Jahr ihr Redaktionsvolontariat begonnen hat, hat ihren eigentlichen Arbeitsort, die Krebsmühle, bisher erst einmal gesehen. »Ich bin froh, dass ich schon einmal dort war und mein Gehirn weiß, dass es ein realer Ort ist«, sagt sie. Momentan arbeitet sie von Bonn aus.

Sich in den »Spirit« von Publik-Forum einzufühlen, dürfte Judith Bauer trotzdem nicht schwerfallen, denn sie kennt die Zeitschrift seit ihrer Kindheit. 1992 wurde sie als Kind »treuer Publik-Forum-Leser« geboren. »Ich verbinde Publik-Forum sehr mit dem Haus, in dem ich aufgewachsen bin«, sagt sie. Das Haus steht in Dahn in der Pfalz, umarmt von Wäldern. Als Jugendliche war ihr das oft zu abgelegen: »Ich habe gedacht, das Leben geht los, wenn ich da weg bin.«

Judith Bauer studierte in Tübingen Medienwissenschaften und in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft und Religionswissenschaften und machte unter anderem Praktika in der Presseabteilung der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt, beim Südwestrundfunk und bei einer Tageszeitung in der Pfalz: »Das Journalistische hat mir besonderen Spaß gemacht. Ich mag den Idealismus, das Bild von der Journalistin, die dem Allgemeinwohl zurecherchiert.«

Bei der Berichterstattung ist es ihr wichtig, die Menschen, über die sie schreibt, ernst zu nehmen und sich bei aller Neutralität auch zu fragen: »Wie gehöre ich da rein? Was hat mir das zu sagen?« Judith Bauer interessiert sich für alles Mögliche, vor allem aber für politische Themen, für Feminismus, Gender Studies, queere Theorie. »Ich bin ein News-Junkie und versuche, mir Meinungen zu bilden.« Zurzeit schreibt sie an ihrer Masterarbeit. »Da geht es um Öko-Faschismus, also darum, wie ökologische Themen von rechten Gruppen instrumentalisiert werden.«

In ihrer Freizeit geht die 28-Jährige joggen oder strickt Socken, Schals, Pullover, die sie verschenkt. Außerdem liest sie gern Romane, die sie aus Bücherschränken zieht. Der letzte war der umstrittene Klassiker »Vom Winde verweht« und ist

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