Eine neue Kirche, ein neuer Konflikt
Normalerweise ist die Sankt-Georgs-Kirche in Istanbul zum Epiphanie-Gottesdienst nur halb voll. Zwar ist sie als Sitz des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel so etwas wie das Zentrum der orthodoxen Christenheit, doch zählt dessen Gemeinde nur noch 2000 Gläubige. Selbst am 6. Januar, an dem der Taufe Jesu im Jordan gedacht wird, hält sich der Andrang gewöhnlich in Grenzen. Doch dieses Jahr ist nichts normal. Denn mit der Entscheidung von Patriarch Bartholomäus I., die neu gegründete Orthodoxe Kirche der Ukraine anzuerkennen, hat das Fest plötzlich eine ungewohnte politische wie historische Bedeutung gewonnen.
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