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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2018
Gott neu denken
Über die Versöhnung von Glaube und Wissenschaft
Der Inhalt:

Buch des Monats: Was Frauen zu sagen haben

von Norbert Copray vom 12.01.2018
Mehr Gleichheit rettet Leben und Kultur

Ruth Hobday/Geoff Blackwell (Hg.)
Kieran E. Scott (Fotos)
200 Frauen
Was uns bewegt. Elisabeth Sandmann. Großformat. Über 200 Farbfotos. 288 Seiten. 35 €

»Man kann Frauen nur stärken, wenn man sich ihre Geschichte erzählen lässt«, ist die US-amerikanische Feministin, Journalistin und Frauenrechtlerin Gloria Steinem überzeugt. Diesem Motto folgt das Werk »200 Frauen«, das mit hoher inhaltlicher und fotografischer Qualität Geschichten und großformatige Fotos von 200 Frauen präsentiert.

Wer sich heute weltweit die Situation der über 3,7 Milliarden Frauen vor Augen führt, wird leicht feststellen: Frauen sind noch weit davon entfernt, mit den männlichen Privilegien gleichzuziehen, gleichermaßen Anerkennung für Leistungen und Einsatz zu bekommen und ihre Existenz selbst zu bestimmen. Vor allen Dingen gilt das für jene, die mit ihren Kindern in den Flüchtlingscamps oft keine Nachzugschance zu ihren Männern bekommen. Oder die in vielen Ländern als Menschen zweiter Klasse behandelt werden.

Die Erfahrung von weltweiter Ungleichheit und Gleichgültigkeit hat den Verleger Geoff Blackwell, die Bildbandkonzepterin Ruth Hobday und den für seine Porträts preisgekrönten Fotografen Kieran Scott aus Neuseeland bewogen, Frauen einen buchstäblich großformatigen Platz in Buchform zu geben. Ihre Grundidee war: »200 Frauen in unterschiedlichen Gegenden der Welt – seien sie nun reich oder arm, schwarz oder weiß, gebildet oder ungebildet, bekannt oder unbekannt – dazu zu bringen, sich vor ein einfaches Stück Baumwollstoff zu setzen oder zu stellen, um sich fotografieren oder filmen zu lassen, während sie fünf grundlegende Fragen beantworten.« Die Situationen, in denen das geschah, sind extrem unterschiedlich: auf einem staubigen Flachdach über den Straßen von Kalkutta, in einer schneebedeckten Kunstgalerie in Schweden, in einem palästinensischen Flüchtlingscamp in Beirut, in einer Hotelsuite in New York. Wo eben eine Begegnung möglich war.

Mancher Kontakt ergab sich erst bei der Reise, weil diese wieder zu anderen Frauen führte, die bereit waren, fünf Fragen vor der Kamera zu beantworten. Das Spektrum reicht von weltweit prominenten bis zu nur in kleinen Kreisen bekannten Frauen, von der Künstlerin, Aktivistin und Unternehmerin über die Führungsfrau in der Wirtschaft bis zur Ziegenhirtin, Krankenschwerster und Straß

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