Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2016
Klare Kante, neue Hoffnung
Der Katholikentag in Leipzig
Der Inhalt:

Warum sind so viele Kinder arm?

von Barbara Tambour vom 10.06.2016
Die Kinderarmut wächst, obwohl die Wirtschaftslage gut ist. Was läuft falsch in Deutschland? Dreißig Sozialverbände fordern in einem gemeinsamen Aufruf, begüterte Familien nicht mehr stärker zu fördern als arme. Ein Interview mit dem Sozialethiker Franz Segbers
Die Kinderarmut wächst, obwohl die Wirtschaftslage gut ist. Was läuft falsch in Deutschland? (Foto: pa/Allgöwer)
Die Kinderarmut wächst, obwohl die Wirtschaftslage gut ist. Was läuft falsch in Deutschland? (Foto: pa/Allgöwer)
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Publik-Forum: Herr Segbers, die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung und dennoch ist jedes fünfte Kind in Deutschland von Armut bedroht. Wie kommt das?

Franz Segbers: Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt geht völlig an der Lage armer Familien vorbei. Die bisherigen Konzepte zur Armutsbekämpfung greifen nicht. Wir haben 30 000 Kinder mehr in Armut als im Vorjahr, obwohl es ökonomisch aufwärts geht. Das zeigt: Die bisherigen Leistungen für Kinder und Familien können Kinderarmut offensichtlich nicht verhindern.

Sie haben gemeinsam mit dreißig Sozialverbänden die »Initiative für eine Gesellschaft, in

Kommentare
Der Kommentierungszeitraum für diesen Artikel ist abgelaufen, daher können Sie ihn leider nicht mehr kommentieren.
Walter Schoderer
11.06.201613:42
In diesen analytischen Aussagen des Status quo in unserem Land sehe ich eine erneute Bestätigung der Erfordernis eines bedingungslosen Grundeinkommens. Die Standardargumente wie ´dies wäre nicht zu finanzieren´ bzw. `die Menschen wären von Haus aus faul und würden nicht mehr arbeiten (wollen)` sind leicht zu wider - legen:
Nur an dem Beispiel des Militärhaushalts, der Unsummen des `Humankapitals´(nicht mein Sprachspiel)verschlingt, wäre bei Umschichtung der Gelder eine materielle Grundversorgung möglich!
Und von der Psychologie ausgehend denke ich assoziativ bei dem Argument/Frage `wer würde denn dann noch arbeiten?` von Ablehnern dieser Forderung an die an andere , eigene projizierte Einstellung: "Ich selbst würde dann wohl auch nicht mehr arbeiten"
Wann setzen sich endlich maßgebliche Kirchenvertreter für ein bedingunsloses Grundeinkommen ein hier im Land?
Es wäre sicherlich im Sinne des aktuellen Papstes!