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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2017
Steife Brise
Wie der Streit um die Windkraft gelöst werden kann
Der Inhalt:

Trump, Schulz und der Negerkuss

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 10.02.2017
Worte bergen eine enorme politische Sprengkraft in sich, sagt die Linguistin Elisabeth Wehling. Sie erklärt, wie Sprache unser Denken und Handeln prägt und warum sie im Konflikt mit Rechtspopulisten besonders wichtig ist
Linguistin Elisabeth Wehling sagt, Donald Trump spreche wie ein Grundschüler: "Das ist Kalkül. Er kann auch anders." (Foto: privat)
Linguistin Elisabeth Wehling sagt, Donald Trump spreche wie ein Grundschüler: "Das ist Kalkül. Er kann auch anders." (Foto: privat)
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Publik-Forum: Frau Wehling, Sie haben Donald Trump das Sprachvermögen eines Grundschülers attestiert. Ist der Mann wirklich so dumm?

Elisabeth Wehling: Nein, das ist Kalkül. Er kann auch anders sprechen, aber er nutzt die Sprache eines Viertklässlers. Mit einfachen Worten erreicht man die Menschen direkt – übrigens nicht nur die weniger Gebildeten, sondern alle Menschen. Das weiß Donald Trump. Er orientiert sich an Frames.

Was sind denn Frames?

Wehling: Frames sind Deutungsrahmen, die unser Gehirn aktiviert, wenn Sie ein bestimmtes Wort hören oder lesen. Ein Frame speist sich aus Ihrer Welterfahrung. Wenn Sie zum Beispiel »Feuerzeug« lesen, rekrutiert Ihr Gehirn alles, was Sie dazu

Kommentare
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Walter Schoderer
11.02.201720:04
ein tagesaktuelles Beispiel solcher ´framing ´-Struktur in ´unserem´öffentlich-recht - lichem Fernsehen-.Der Meinungunterschied im politischem, notwendigem Streit wird in einer Videotextthemenzeile semantisch verkürzt zu dem S - O - P Satz `Tsipras attackiert (!) Schäuble`´.
Die Personalierung und Emotionalisierung von
Themen ist keine Erfindung Trumps!
Es scheint mir eher ein Ausdruck von `Konsumfaschismus`im Sinne Pasolinis oder
unsererer kapital. Denkweise `Zeit ist Geld`.

Also Nichts Neues unter der Sonne (Kohelet )
Hartmut Gliemann
11.02.201707:14
Diesen Artikel sollte man allen Politikern zu lesen geben und in der Ausbildung von Pädagogen viel stärker berücksichtigen, statt wie bei Lehrern den Schwerpunkt auf die Vermittlung von Wissen zu legen. Denn in diesem Interview wird deutlich, dass hinter den "Fakten" immer auch die Interpreatitionen lauern.