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Staatsverbrechen: Ein Journalist deckt auf

von Florian Zollmann vom 24.06.2011
John Pilger ist für die Wahrheit um die ganze Welt gereist und hat über das Schicksal der Menschen in über 65 Ländern berichtet
Ein Kriegsberichterstatter, der nicht im Dienst der Mächtigen filmt: John Pilger ist für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet worden
Ein Kriegsberichterstatter, der nicht im Dienst der Mächtigen filmt: John Pilger ist für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet worden

»Pilger kommt den großartigen Korrespondenten der 1930er Jahre am nächsten. Die Wahrheit in seinen Händen ist wie eine Waffe, die im Kampf gegen die Ungerechtigkeit benutzt werden kann«, so beschreibt die renommierte britische Tageszeitung The Guardian John Pilger. Der Mann ist Journalist. Der Journalist. Ein Mensch, der sich und seine Arbeit ausschließlich in den Dienst der Wahrheit stellt, der es, wie er in einem Interview erklärte, als seine journalistische Aufgabe sieht, »den Menschen zu sagen, wenn sie betrogen oder wenn ihnen Lügen erzählt werden«.

Bis heute sucht der 71-Jährige Kriegs - und Krisengebiete auf, berichtet über das Leid der Bevölkerung und deckt die Verbrechen der Regierungen auf. Pilger besteht dabei auf seiner Unabhängigkeit: »Was ich mache, ist eine journalistische Tätigkeit mit Respekt für die Menschlichkeit, und dabei werden die Geschichten der Menschen von ihrem Standpunkt aus erzählt und nicht aus der Perspektive der Mächtigen und jener, die uns auf die eine oder andere Weise kontrollieren oder ausbeuten wollen.«

Seit 1958, da war Pilger 19 Jahre alt, berichtet er über Menschenrechtsverletzungen in der ganzen Welt und wurde dafür mit zahlreichen Preisen geehrt. Sein journalistisches Ethos fasst John Pilger in folgendem Satz zusammen: »Sofern wir nicht Stenografen der Macht sind, haben wir die Pflicht, den Spiegel vorzuhalten und jene Geschichten zu entwirren, die unseren Lesern und Zuschauern sonst nicht erzählt werden, die niemals zu Schlagzeilen werden und die in einem sich selbst die

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