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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2015
Mission Weltrettung
Was die Religionen zum Klimaschutz beitragen können
Der Inhalt:

Mimikama: Gegen den Hass im Netz

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 11.12.2015
In den sozialen Netzwerken kursieren Falschmeldungen aller Art, die Ängste und Vorurteile schüren. Der Verein Mimikama will das verhindern

Auf dem Foto, das bei Facebook die Runde macht, sind Berge von Müll zu sehen. »Das hinterlassen die Flüchtlinge«, ist darunter zu lesen. Solche Bilder werden häufig gepostet. Es ist eine Falschmeldung. Denn das Foto stammt aus einem völlig anderen Kontext, aufgenommen wurde es 2012 für eine Dokumentation über illegale Müllkippen in Ungarn.

Andre Wolf vom österreichischen Verein Mimikama hat das aufgedeckt. Er und seine Mitstreiter haben es sich zum Ziel gesetzt, Falschmeldungen im Internet zu widerlegen. »Im Netz tobt ein Krieg«, sagt Wolf. »Informationskrieger versuchen Fehlinfos zu streuen und politische Debatten in ihrem Sinne zu beeinflussen.« Wolf will das geraderücken. Nicht indem er selbst politisch wird, sondern indem er einer Meldung auf den Grund geht, Quellenforschung betreibt – und dann seine Erkenntnisse online veröffentlicht.

Mimikama bedeutet »gefällt mir« auf Suaheli

Mimikama bedeutet »gefällt mir« auf Suaheli; der Name stellt somit eine direkte Verbindung zu Facebook dar. Und mit Facebook beschäftigt sich Wolf täglich: »Von Nutzern bekommen wir suspekte Meldungen oder Fotos zugeschickt, deren Wahrheitsgehalt wir dann prüfen«, erklärt er. Rund 600 000 Menschen haben den Facebook-Auftritt des Vereins »Zuerst denken, dann klicken« mit einem »Gefällt mir« markiert und sind so auf dem Laufenden.

Andre Wolf und sein Team arbeiten eng mit Polizeibehörden und Ämtern zusammen. Wenn zum Beispiel eine Mitteilung in den sozialen Medien ta

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