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Von Bhutan lernen

Die Internationale Konferenz über das Bruttosozialglück: Wen der Weg des Landes beeindruckt und wen nicht
von Wolfgang Kessler vom 04.12.2015
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Eigentlich war die »International Conference on Gross National Happiness« von großer Harmonie geprägt, denn alle 700 Gäste waren Bhutanfreunde. Und doch zeichnete sich hinter den Kulissen auch Streit ab. So sprachen zahlreiche Experten aus angelsächsischen Ländern viel über Glück, aber weniger über das Bruttosozialglück. Für den US-Amerikaner Daniel Cordora liegt der Schlüssel zum Glück in jedem Menschen selbst, jeder sei seines Glückes Schmied – das ist nicht ganz falsch, klingt aber wie die buddhistische Umschreibung des US-Kapitalismus. Der polnische Psychologiedozent Szymon Zylinski fragte, wer denn mehr Bruttosozialglück verheiße: der real existierende Sozialismus vor 1989 oder der globale Kapitalismus von heute. Seine Schlussfolgerung: der globale Kapitalismus.

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