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Mein Marx, dein Marx

Unersetzlich? Unerbittlich? Wie war er eigentlich so, der Herr Marx? Und wie soll man ihn heute finden? Drei Meinungen, drei (Nicht)Würdigungen eines berühmten Mannes am Vorabend seines 200. Geburtstags
Feridun Zaimoglu, Zoë Beck, Konstantin Wecker: Glückwünsche für Karl Marx? (Fotos: pa/Christoph Hardt; pa/Anke Fleig; pa/Georg Wendt)
Feridun Zaimoglu, Zoë Beck, Konstantin Wecker: Glückwünsche für Karl Marx? (Fotos: pa/Christoph Hardt; pa/Anke Fleig; pa/Georg Wendt)

Feridun Zaimoglu: »Von mir bekommt er keine Glückwünsche«

»Ich habe das »Kommunistische Manifest« sehr oft gelesen, erst vor drei Wochen wieder einmal. Mir gefällt der Rhythmus; diese Sprache hat eine Frische, das muss man Marx und Engels schon lassen. Was den Inhalt angeht: Für mich sind Marx und Engels üble Demagogen gewesen. Sie waren unerbittlich darin, jegliche Opposition im linkssozialistischen Lager niederzuknüppeln. Deswegen sind die beiden mir nie sympathisch gewesen. Ich komme aus der anarchistischen Ecke und gehöre zu denen, die den Kommunismus als Idee sehr früh zu verabscheuen gelernt haben. In den Schriften von Marx und Engels

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