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Lutherpreis für Pussy Riot?

von Friedrich Schorlemmer, Werner Schulz vom 14.10.2012
Die Stadt Wittenberg nominiert die Punk-Band »Pussy Riot« für den Lutherpreis – und die Welt steht Kopf. War der schrille Protest gegen Putin in einer Moskauer Kathedrale Anfang 2012 ein Sakrileg? Oder ganz im Sinne Martin Luthers? Ein Pro- und Contra von Werner Schulz und Friedrich Schorlemmer
Stein des Anstoßes oder Stein der Weisen? Die Punk-Band Pussy Riot demonstriert am 21. Februar 2012 in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale gegen Putin. Der anschließende Schauprozess bringt Demokraten weltweit auf die Barrikaden. Darf,  kann oder muss man Pussy Riot mit Freiheitspreisen ehren? (Foto: pa/ITAR-TASS/ Mitya Aleshkovsky)
Stein des Anstoßes oder Stein der Weisen? Die Punk-Band Pussy Riot demonstriert am 21. Februar 2012 in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale gegen Putin. Der anschließende Schauprozess bringt Demokraten weltweit auf die Barrikaden. Darf, kann oder muss man Pussy Riot mit Freiheitspreisen ehren? (Foto: pa/ITAR-TASS/ Mitya Aleshkovsky)
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Werner Schulz: »Ja, Pussy Riots Aktion war im Sinne Luthers«

»ICH FINDE ES SEHR GUT, DASS PUSSY RIOT möglicherweise den Preis der Luther-Städte »Das unerschrockene Wort« bekommen soll. Und ich spüre bei den Ablehnern viel Unwissen. Diese Leute haben wirklich keine Ahnung. Sie kritisieren die vorgeschlagene Auszeichnung nur aufgrund von ein paar flüchtigen Eindrücken. Man muss, um die Frauen zu verstehen, das Umfeld betrachten und eben davon auch so einiges wissen.

Es war ein Punk-Gebet, ein Stoßgebet, mit dem alles begann. Das ist nicht neu in der russisch-orthodoxen Kirche. Man hat sich da schon immer, wenn sich Menschen ohnmächtig und schwach gefüh

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