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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2011
Auf Leben und Tod
Streit um die Organspende
Der Inhalt:

Kein Bett aus Rosen

von Bettina Röder vom 23.08.2011
Nach Gaddafi beginnt in Libyen eine neue Zeit, aber welche?
Rebellen feiern auf dem Grünen Platz in Tripolis: Beginnt nun der Aufbau der Demokratie?  (Foto: pa/abacapress.com)
Rebellen feiern auf dem Grünen Platz in Tripolis: Beginnt nun der Aufbau der Demokratie? (Foto: pa/abacapress.com)

Ein kleines Licht gibt es am Ende eines dunklen Tunnels: Die Aufständischen in Libyen scheinen Erfolg zu haben, die Tage der über 40-jährigen grausamen Diktatur Muammar al Gaddafis sind gezählt. Doch was kommt nun? Zunächst, natürlich, Freude und Erleichterung. Hatte der Machthaber doch ein ganzes Volk in seine Geiselhaft genommen. Dass er zuletzt einen wirren Eindruck machte, mildert das nicht, im Gegenteil. Es ist die bittere Wahrheit: Nur mit Gewalt war er zu stürzen.

Oft regieren Sieger selbst mit Gewalt

Doch genau hier beginnen auch die Fragen. Ein Umbruch mit Gewalt, das ist eine Lehre aus der Geschichte, birgt eine große Gefahr: Rebellen, die die Macht mit Gewalt erobern, regieren oft auch mit Gewalt. Da ist es beruhigend zu erfahren, dass geschickte Verhandlungen die Wende im dramatischen Kampf gegen Gaddafi brachten: Der Nationale Übergangsrat hatte die drei großen Gaddafi-treuen Stämme im Westen des Landes so auf seine Seite gebracht. Dabei ist wichtig: Wen immer wir auch als Rebellen bezeichnen, es waren Juristen, Lehrer, Arbeiter oder Arbeitslose, in der Mehrzahl junge Menschen, die sich gegen ein unmenschliches System aufgelehnt, für Freiheit und Demokratie gekämpft haben.

Nationaler Sicherheitsrat erwartet schwierige Zeit

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