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In die Falle getappt

von Elisa Rheinheimer-Chabbi 14.12.2015
Islamisten wollen Europa in einen Krieg drängen. Ihr Kalkül geht auf. Die Mär vom »Krieg gegen den Islam« bekommt mit den Militäreinsätzen westlicher Staaten in Syrien einen neuen Nährboden. Religiöse Fanatiker erhalten die Bestätigung, die sie brauchen, um neuen Nachwuchs zu rekrutieren. Ein Kommentar von Elisa Rheinheimer-Chabbi
Amerikanisch-europäische Bombenangriffe aus der Luft wie hier auf Kobane (Syrien) bieten islamischen Fundamentalisten die Legitimation, nach der sie suchen, um Muslime zum Kampf gegen den Westen aufzurufen. (Foto: pa/Maltas)
Amerikanisch-europäische Bombenangriffe aus der Luft wie hier auf Kobane (Syrien) bieten islamischen Fundamentalisten die Legitimation, nach der sie suchen, um Muslime zum Kampf gegen den Westen aufzurufen. (Foto: pa/Maltas)

Täglich melden sich rund 1500 junge Franzosen beim Militär, um ihr Vaterland in Syrien zu verteidigen. Britische Tornados bombardieren IS-Stellungen, und im deutschen Bundestag wurde im Eiltempo über einen Auslandseinsatz der Bundeswehr entschieden. Das zeigt: Religiöse Extremisten haben mit den Anschlägen in Paris erreicht, was sie erreichen wollten: Europa greift »die Araber« militärisch an. Die Mär vom »Krieg gegen den Islam« hat nun neuen Nährboden. Das ist fatal.

Denn die westlichen Interventionen in Syrien liefern religiösen Fanatikern genau die Rechtfertigung, auf die sie aus sind: Im Koran heißt es in Sure 2, 191: »(...) doch wenn sie euch angreifen, dann kämpft wider sie«. Auch andere Koranstellen verdeutlichen: Bewaffnete Angriffe sind zu verurteilen – aber Allah erlaubt, ja verlangt diese sogar, wenn Menschen auf ihrem eigenen Gru