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»Die Europawahlen sind national geprägt«

von Elisa Rheinheimer-Chabbi 23.04.2019
Vierzig Parteien stehen dieses Jahr in Deutschland auf der Wahlliste, wenn im Mai ein neues Europäisches Parlament gewählt wird. Zwei von ihnen wagen ein Novum: Sie sind pan-europäisch, haben also Mitglieder in fast allen EU-Staaten und ein einziges, gesamteuropäisches Wahlprogramm. Welche Chancen haben diese beiden kleinen Parteien, Volt und Demokratie in Europa/Diem25? Ein Interview mit dem Politologen Swen Hutter
In Amsterdam arbeitete die junge Partei "Volt" ein europaweites Wahlprogramm aus - und machte mit einer Kundgebung auf sich aufmerksam. Prof. Dr. Swen Hutter sieht in Volt Ähnlichkeiten zur Bürgerbewegung "Pulse of Europe" (Fotos: volteuropa.org; Swen Hutter/David Ausserhofer).
In Amsterdam arbeitete die junge Partei "Volt" ein europaweites Wahlprogramm aus - und machte mit einer Kundgebung auf sich aufmerksam. Prof. Dr. Swen Hutter sieht in Volt Ähnlichkeiten zur Bürgerbewegung "Pulse of Europe" (Fotos: volteuropa.org; Swen Hutter/David Ausserhofer).

Publik-Forum.de: Herr Hutter, bei den Europawahlen Ende Mai treten neben den etablierten Parteien auch viele kleine Parteien an, darunter Volt und Demokratie in Europa/Diem25. Sie schaffen es, besonders viele junge Leute zu begeistern. Was haben die, was traditionelle Parteien nicht haben, dass ihnen das gelingt?

Swen Hutter: Sie geben sich offen, ähneln eher Bewegungen als Parteien, und aus Bewegungen sind sie auch entstanden. Es gibt keine festgefahrenen Strukturen, keine etablierten