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Den Klimanotstand ausrufen!

von Jürgen Eiselt vom 04.05.2019
Die Politik löscht nicht den Weltenbrand, der als Folge des Klimawandels heraufzieht. In dieser Woche hat das britische Parlament den Klimanotstand ausgerufen, ebenso Konstanz – als erste deutsche Stadt. Jetzt müssen Regierungen diesen Beispielen folgen. Ein Kommentar von Jürgen Eiselt
In Kalifornien (Foto) und an vielen anderen Orten in der Welt wüteten 2018 verheerende Waldbrände. Es braucht die Initiative von Bürgern, damit die Politik Ernst macht mit dem Klimaschutz, meint der Energieberater Jürgen Eiselt, Mitglied der Klimaschutzinitiative des frühreren US-Präsidenten Al Gore (Foto: pa/AP/Rich Pedroncelli;privat)
In Kalifornien (Foto) und an vielen anderen Orten in der Welt wüteten 2018 verheerende Waldbrände. Es braucht die Initiative von Bürgern, damit die Politik Ernst macht mit dem Klimaschutz, meint der Energieberater Jürgen Eiselt, Mitglied der Klimaschutzinitiative des frühreren US-Präsidenten Al Gore (Foto: pa/AP/Rich Pedroncelli;privat)
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Es brennt. Das Feuer von Notre-Dame ist zwar gelöscht, aber das Erdenfeuer der Klimaerwärmung nicht. Mit großem Tempo steuern wir auf eine Welt zu, die völlig anders ist als alles, was wir bisher kennen. Längst müssten die Kohlendioxidemissionen sinken, doch stattdessen steigen sie weiter. Nur noch zehn Jahre bleiben der Menschheit, um eine Erwärmung über eineinhalb Grad zu verhindern, sagen die Wissenschaftler von Scientists4Future. Kipppunkte drohen überschritten zu werden, was die Erwärmung weiter beschleunigen würde. Doch eine um drei, vier, fünf Grad wärmere Welt wäre apokalyptisch. Sie würde das Leben von Millionen Menschen bedrohen.

Der schnellste bekannte CO2-Anstieg in der Erdgeschich

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Dr. Anita Schwaier
07.05.2019
Wegen der regionalen Unterschiede ist der Mittelwert der Klimaerwärmung schwierig zu bestimmen und hat für einzelne Regionen kaum Bedeutung. Der Rückkoppelungseffekt ist bereits im Gange: Das Abschmelzen der Polkappen, das Auftauen der Permafrostböden, die Waldbrände. Die Erwärmung wird noch schneller gehen als vom IPPC berechnet. Radikale Maßnahmen sind zu fordern: Streichen sämtlicher klimaschädlichen Subventionen, Renditen weltweit nicht höher als 2%, Gehälter in jedem Betrieb in einer Spanne von 1 : 10 (geringster Lohn zu höchstem Gehalt), Konzernhaftung für Umweltschäden, Reduktion des Nutztierbestandes auf ein Fünftel, staatliche Hilfe bei der Umstellung auf agrarökologischen Anbau, Konversion der Waffenschmieden, massiver Ausbau der Solarenergienutzung, Eindämmung des Lobbyismus der Konzerne, Transparenz in der Politik und noch hundert anderes.
Wichtigster Grundsatz: Gerechtigkeit, nur Gerechtigkeit schafft Frieden. Ohne Frieden wird es kein Überleben geben.
Anita Schwaier
werner schwarz
04.05.2019
Im Grunde geht es natürlich nicht in erster Linie darum, technische Maßnahmen für Folgen verfehlten Handelns der westlichen Kultur zu fordern. Es gilt, das Verhalten der Täter zu transformieren. Jeder einzelne Mensch auf diesem Planeten muß die Folgen seiner Handlungen bedenken, vor dem Handeln, und schädliche erst gar nicht tun. Das gilt in verstärktem Maße für den Teil der Menschheit, den westlichen, der schon seit Jahrzehnten dabei ist, mit immer größerer Geschwindigkeit diesen Planeten zu zerstören. Deshalb: Je schneller die schmerzliche Reaktion der Natur für jeden einzelnen Täter kommt, desto hilfreicher für alle. Es muß kräftig weh tun, bevor man eine Handlung unterlässt.