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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2019
Attacke von rechts
Wie die AfD im Osten die Kirche spaltet
Der Inhalt:

Bunte Blüten am Straßenrand

von Bernd Pieper vom 19.08.2019
Das sogenannte »Straßenbegleitgrün« wird allzu oft gestutzt und gemäht – dabei sind die Randstreifen ein wertvoller Rückzugsraum für seltene Tiere und Pflanzen. Zum Glück denken immer mehr Städte und Landkreise um
Erfreut das Auge und die Bienen: Blühstreifen am Straßenrand (Foto: istockphoto/yipengge)
Erfreut das Auge und die Bienen: Blühstreifen am Straßenrand (Foto: istockphoto/yipengge)

Autofahren kann öde sein. Da sind bunt blühende Blumen und Wildkräuter am Straßenrand oder die alten Bäume einer Allee ein willkommener Anblick. Dieses sogenannte Straßenbegleitgrün dient zudem Wildbienen und Schmetterlingen als Nahrungsquelle. In Zeiten des massenhaften Insektensterbens müsste deshalb eigentlich alles getan werden, damit es entlang der Stadt- und Landstraßen grünt und blüht.

Doch die Realität sieht anders aus. Vielerorts wird das Straßenbegleitgrün munter und häufig gestutzt – oftmals viel zu früh: Pflanzen, die schon Mitte Mai vor ihrer Blüte gemäht werden, können keine Samen ausbilden. Über die Jahre verschwinden diese Arten dann, zurück bleibt tristes Einheitsgrün. Problematisch ist es auch, wenn das Schnittgut nach dem Mähen abgesaugt wird. »Dabei werden dann auch Insekten, Kleintiere und Samenkörner eingesogen«, sagt Thomas Hövelmann vom Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Warum ist der Kahlschlag am Straßenrand noch immer weit verbreitet? Die zuständigen Behörden verweisen zumeist auf die »Verkehrssicherheit«, und sie befürchten, zu viel »Wildwuchs« am Straßenrand könne bei Starkregen den Wasserabfluss behindern. Zudem machen sie Landwirte dafür verantwortlich, die ihre Ackerfläche stillschweigend bis an das Straßenbankett – so heißt der seitliche Abschluss der Fahrbahn – erweitern würden.

Auf diese Weise verschwindet artenreiches Grün. Daran mangelt es ohnehin schon. Im Juli erst hat die EU-Kommission Deutschland aufgefordert, den Schutz von blütenreichen Wiesen zu verstärken, insbesondere der »mageren Mähwiesen«, also nährstoffarme, ungedüngte Wiesen, die aber ein- oder zweimal im Jahr gemäht werden. Dieser Lebensraumtyp, so

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