Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2021
Angela Merkels schwieriges Erbe
Was die ewige Kanzlerin hinterlässt
Der Inhalt:

Rüstung
Braucht die Bundeswehr bewaffnete Drohnen?

von Bernhard Koch vom 29.09.2021
In den Streitfragen zur Zukunft fragen wir nach Sinn und Unsinn bewaffneter Drohnen. Hier antwortet Bernhard Koch aus ethischer Sicht. Er sieht in ihnen ein gefährliches Potential.
Bewaffnete Drohnen: Helfen sie, Soldatinnen und Soldaten zu schützen oder werden Kriege dadurch immer mehr ausgeweitet? (Foto: istockphoto/posteriori)
Bewaffnete Drohnen: Helfen sie, Soldatinnen und Soldaten zu schützen oder werden Kriege dadurch immer mehr ausgeweitet? (Foto: istockphoto/posteriori)
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang sofort plus 2 Hefte gratis nach Hause
  • 4 Wochen kostenlos alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de lesen
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • die nächsten 2 Ausgaben gratis in Ihrem Briefkasten
Digital-Zugang
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Seit 2012, also seit fast zehn Jahren, wird in Deutschland darüber diskutiert, ob die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen ausgerüstet werden soll. Soldatinnen und Soldaten sind über diese lange Zeit der Debatte unzufrieden. Viele von ihnen erwarten durch bewaffnete Luftsysteme in Einsatzszenarien, wie sie sich in der gerade zu Ende gegangenen Afghanistan-Mission gezeigt haben, einen verbesserten Schutz. Zudem scheinen bewaffnete Drohnen auch in den Streitkräften anderer Länder eine immer wichtigere Rolle zu spielen.

Dennoch stehen dem Einsatz bewaffneter Drohnen einige recht gewichtige Argumente entgegen, die bislang von den Befürwortern solcher Technologien nicht entkräftet werden konnten – und die vielleicht auch ganz grundsätzlich nicht entkräftet werden können. Am Ende muss politisch abgewoge

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.
Bernhard Weber
22.10.2021
Warum drückt sich Herr Koch so vorsichtig und freundlich aus? Die Drohne ist eine Waffe. Es ist absurd, sie im selben Atemzug mit Frieden zu verwenden. Genauso absurd wie Obama, der den Drohnenkrieg in Afghanistan und Pakistan verantwortet hat, mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen. Drohnen dienen zum Ausspähen und Eliminieren von Objekten. Das betrifft immer auch unschuldige Menschen, hauptsächlich zivile Opfer. Wie sagte schon Madelaine Albright: Kollateralschäden. Das wird wie eh und je billigend in Kauf genommen. Dass Soldaten schützend vorgeschoben werden, ist ein Märchen. Gewalt erzeugt immer Gegengewalt. Hinzu kommen enorme Kosten, die sinnvoller eingesetzt werden können. Zum Beispiel in der zivilen Konfliktforschung. Es geht darum, Kriege zu vermeiden und nicht weiter an der Eskalationsschraube zu drehen.
Bernhard Weber
04.10.202108:21
Hallo!
Warum drückt sich Hr. Koch so vorsichtig und freundlich aus? Die Drohne ist eine Waffe und als solches ist und wird sie eingesetzt. Es ist absurd, sie im selben Atemzug mit Frieden zu verwenden. Genauso absurd wie den Friedensnobelpreisträger Obama mit seinem verantwortlichen Drohnenkrieg in Afganistan und Pakistan. Drohnen dienen zum Ausspähen und Eliminieren von Objekten. Damit verbunden sind immer auch unschuldige Menschen, hauptsächlich zivile Opfer. Wie sagte schon Madelaine Albrigt: Collateralschäden. Das wird wie eh und je billigend in Kauf genommen. Soldaten schützend vorzuschieben, ist ein Märchen. Gewalt erzeugt immer Gegengewalt. Hinzu kommen enorme Kosten, die sinnvoller eingesetzt werden können. Zum Beispiel in der zivilen Konfliktforschung. Es geht darum Kriege zu vermeiden und nicht weiter an der Eskalationsschraube zu drehen.
Mit freundl.Gruß Bernhard Weber
Bernhard Koch
30.09.202109:12
Im gedruckten Heft (18/2021, S. 26/27) ist der Beitrag übertitelt mit "Braucht die Bundeswehr bewaffnete Drohnen? Nein, sie weiten den Krieg aus".
Dieser Titel stammt - im Gegensatz zum Text - nicht von mir, denn als Ethiker gebe ich nicht Auskunft über die Frage des "Brauchens". Brauchen ist konditioniert an Zielvorstellungen. Brauche ich ein Auto? Sicher nicht im absoluten Sinn, sondern nur, wenn mir bestimmte Dinge wichtig sind.
Ich wurde um kritische ethische Überlegungen zu bewaffneten Drohnen gebeten, und ich bin in der Tat der Meinung, dass sich solche kritischen Überlegungen anstellen lassen. Einige davon habe ich in dem Text zusammengestellt.