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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2015
Vergiftete Atmosphäre
Das Drama um die Braunkohle
Der Inhalt:

Brauchen wir 24-Stunden-Kitas?

von Christiane Gross, Rainer Böhm vom 27.07.2015
Manuela Schwesig will die Betreuungsangebote in Kitas erweitern. Kinder sollen jetzt über Nacht bleiben können. Eine gute Idee? Sagen Sie uns hier Ihre Meinung! Die Argumente? Lesen Sie in diesem Pro und Contra
Brauchen wir 24-Stunden-Kitas? Ärztin Christiane Groß sagt: »Ja!« Arzt Rainer Böhm sagt: »Nein!« (Fotos: privat)
Brauchen wir 24-Stunden-Kitas? Ärztin Christiane Groß sagt: »Ja!« Arzt Rainer Böhm sagt: »Nein!« (Fotos: privat)

Christiane Groß: »Ja, das entlastet alle, die nachts arbeiten«

»Ganz dringend brauchen wir Kitas, in denen Kinder notfalls auch nachts betreut werden. Viele Eltern müssen nachts und am Wochenende arbeiten: Ärzte, Krankenschwestern, Polizisten, Piloten und Stewardessen, Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten und in der Gastronomie. Die Kinderbetreuung muss sich deshalb viel mehr den Dienstzeiten anpassen.

Für Ärztinnen wäre es optimal, die Kita wäre dem Krankenhaus angegliedert. Nicht, dass die Kinder rund um die Uhr in der Kita sein sollen. Aber wenn beide Elternteile Schicht arbeiten oder ein Elternteil alleinerziehend ist und die Großeltern krank sind – dann ist so eine Über-Nacht-Betreuung eine gute Lösung. Eltern, die ihr Kind in einer der schon bestehenden Kitas mit Nacht-Betreuung angemeldet haben, berichten, dass allein die Möglichkeit der Betreuung über Nacht sie entlastet. Und das kommt ja auch wieder den Kindern zugute.

Natürlich muss man damit sehr umsichtig umgehen: Die Betreuung muss eine hohe Qualität haben, die Kinder sollten ihre Bezugspersonen kennen und nicht in Schlafsälen, sondern in ganz kleinen Gruppen nächtigen. Und es ist gewiss keine Lösung für jede Nacht. Aber vereinzelt in Anspruch genommen, wirkt es sich sicherlich nicht schädlich auf die Kinder aus.

Als meine Kinder geboren wurden, hätte ich gerne Beruf und Kinder miteinander vereinbart. Doch diese Möglichkeit gab es damals nicht. Mir blieb nichts anderes übrig, als viele Jahre lang aus dem Beruf auszusteigen. Ich bin froh

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