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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2019
Mach mich unsterblich!
Der Plan von der Erschaffung des perfekten Menschen
Der Inhalt:

Banaler Neoliberalismus ist Trumpf

von Gerhard Klas vom 10.12.2019
Die Entwicklungs-Ökonomen Esther Duflo und Abhijit Banerjee bekommen den Wirtschaftsnobelpreis. Sie erforschen, wie man die globale Armut bekämpfen kann. Doch die Ursachen lassen sie völlig außer Acht
Nobelpreisträger: das Ehepaar Abhijit Banerjee und Esther Duflo (Foto: pa/Vickmark)
Nobelpreisträger: das Ehepaar Abhijit Banerjee und Esther Duflo (Foto: pa/Vickmark)

Schon seit Jahren bezeichnet die Wirtschaftspresse das Ehepaar Esther Duflo und Abhijit Banerjee als die zwei »heißesten Wirtschaftswissenschaftler«. Nun erhalten sie am 10. Dezember zusammen mit ihrem Kollegen Michael Kremer den sogenannten »Wirtschaftsnobelpreis«. Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften ehrt sie »für ihren experimentellen Ansatz«, die »globale Armut zu lindern«. Die »Mikro-Entwicklungsökonomen« hätten die Wirtschaftswissenschaften revolutioniert.

Duflo und Banerjee, die beiden Wissenschaftler des renommierten Massachusetts Instituts of Technology (MIT), füllten in den vergangenen Jahren große Hörsäle an Universitäten. Sie haben schon zahlreiche Preise gewonnen. Esther Duflo hat sogar im Beraterstab von Barack Obama mitgearbeitet. Für ihr Buch »Poor Economics – Plädoyer für ein neues Verständnis von Armut« erhielt das französisch-amerikanisch-indische Ehepaar bereits 2011 den mit 40 000 Dollar dotierten Preis für das »Wirtschaftsbuch des Jahres«, ausgelobt von der Zeitung Financial Times und der US-Bank Goldman Sachs.

Nicht Patentrezepte seien gefragt, sondern »kleine Fortschritte, die schon heute das Leben der Ärmsten verbessern«, schreibt Duflo. Dieser Ansatz klingt ganz pragmatisch und ergebnisoffen. Anhand mehrerer Vergleichsstudien untersuchte die Entwicklungsökonomin gemeinsam mit ihrem Mann das Verhalten der Armen exemplarisch in mehreren Ländern des globalen Südens. Vergleichende Studien, wie man sie aus der Medizin kennt, auf die Armutsforschung anzuwenden – das ist im Wesentlichen der Ansatz, den die beiden verfolgen. Nicht zuletzt diese Methode hat s

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