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Atomstrom teurer als Solarenergie

von Franz Alt 29.10.2013
Großbritannien genehmigt den Bau eines neuen Atomkraftwerkes. Die Betreiber sollen 35 Jahre lang elf Cent pro Kilowattstunde erhalten. Damit ist britischer Atomstrom teurer als Solar- und Windstrom in Deutschland. Investitionen in Atom sind also auch ökonomisch unsinnig. Von Franz Alt
In Somerset, an der Südwestküste Englands, soll das neue Atomkraftwerk in den kommenden zehn Jahren entstehen, dort sind bereits zwei Reaktoren in Betrieb (Foto: pa/Simon Chapman/LNP)
In Somerset, an der Südwestküste Englands, soll das neue Atomkraftwerk in den kommenden zehn Jahren entstehen, dort sind bereits zwei Reaktoren in Betrieb (Foto: pa/Simon Chapman/LNP)

Seit Jahrzehnten wird uns das Märchen vom »billigen Atomstrom« erzählt. Damit ist jetzt endgültig vorbei. Soeben wurde in England das erste neue Atomkraftwerk seit 1996 genehmigt. Allerdings: Die Anlage von Hinkley Point rechnet sich nur, wenn die Betreiber je Kilowattstunde Atomstrom umgerechnet elf Cent Vergütung für 35 Jahre vom Steuerzahler garantiert bekommen. Das sehen die aktuellen Pläne vor. Außerdem bürgt der britische Staat für das Gros der Investitionen in das AKW, das von chinesischen und französischen Investoren gebaut wird.

Damit ist britischer Atomstrom teurer als Solar- und Windstrom in Deutschland. Denn außer den elf Cent Vergütung je Kilowattstunde gibt es in Großbritannien noch Jahr für Jahr einen vollen Inflationsausgleich. Hinzu kommt: Die Einspeise-Vergütung für erneuerbare Energien wird in Deutschland für 20 Jahre fest